Treibhausgaskonzentrationen
Die Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre haben ein weiteres Rekordhoch erreicht. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten Greenhouse Gas Bulletin der Weltorganisation für Meteorologie (World Meteorological Organization, WMO) hervor.
Treibhausgaskonzentrationen erhöhen sich immer schneller
Laut dem Bericht sind die weltweit gemittelten Kohlendioxidkonzentrationen im vergangenen Jahr weiter gestiegen – von 405,5 auf 407,8 parts per million (ppm). Der Anstieg lag über der durchschnittlichen Wachstumsrate der vergangenen zehn Jahre. Die durchschnittliche Wachstumsrate über die drei aufeinander folgende Jahrzehnte 1985-1995, 1995-2005 und 2005-2015 stieg von 1,42 auf 1,86 und auf 2,06 ppm/a. “Dieser anhaltende langfristige Trend bedeutet, dass zukünftige Generationen mit immer schwereren Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert werden, darunter steigende Temperaturen, extremere Wetterbedingungen und Meeresspiegelanstieg”, beschreibt WMO-Generalsekretär Petteri Taalas die Auswirkungen der hohen Treibhausgaskonzentrationen. Kohlendioxid bleibt jahrhundertelang in der Atmosphäre und noch länger in den Ozeanen. Auch die Konzentrationen der klimaschädlichen Gase Methan und Distickstoffoxid sind gestiegen.
Wirksamer Klimaschutz gefordert
Als Emissionen wird das bezeichnet, was an Treibhausgasen in die Atmosphäre gelangt. Konzentrationen stellen den Teil dar, der in der Atmosphäre verbleibt. Etwa ein Viertel der gesamten Emissionen wird von den Ozeanen und ein weiteres Viertel von der Biosphäre aufgenommen. Laut Taalas gibt es angesichts der im Greenhouse Gas Bulletin dokumentierten Zahlen keine Anzeichen für eine Verlangsamung, geschweige denn für einen Rückgang der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre – trotz aller Verpflichtungen im Rahmen des Pariser Klimaübereinkommens. Angesichts dessen mahnt er zu wirksamen Klimaschutzmaßnahmen: “Wir müssen die Verpflichtungen in die Tat umsetzen und den Ehrgeiz im Interesse des zukünftigen Wohlergehens der Menschheit erhöhen.”