Design-Brennstoffe: Additive mindern Emisisonen

Mittwoch, 24. Juni 2020 | Autor: Joachim Berner

TFZ untersucht Design-Brennstoffe TFZ untersucht Design-Brennstoffe Die Zugabe des Tonminerals Kaolin verringert die Schadstoffemissionen sogenannter Design-Brennstoffe deutlich. Zu diesem Ergebnis kommt das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) bei seinen Untersuchungen schwieriger landwirtschaftlicher Brennstoffe.

Design-Brennstoffe konkurrieren nicht mit Nahrungsmittelproduktion

Im Projekt BIOFLEX hat das TFZ das Verbrennungsverhalten von Gras, Pappelholz aus Kurzumtriebsplantagen, Sonnenblumenspelzen und Stroh untersucht. “Diese Design-Brennstoffe bieten den Vorteil, dass sie nicht mit der Nahrungsmittelproduktion in Konkurrenz stehen”, erklärt Abteilungsleiter Hans Hartmann. Mit seinem Team hat er die Rohmaterialien für die Untersuchungen zerkleinert, analysiert und jeweils mit und ohne Zugabe von Kaolin pelletiert. Als Referenzbrennstoff dienten handelsübliche Holzpellets. Die gewonnenen Design-Brennstoffe verheizte das Forscherteam in einem dafür geeigneten 30-Kilowatt-Hackgutkessel mit Vorschubrost. Über einen Zeitraum von acht Stunden haben sie im Vollastbetrieb die Staub- und Gasemissionen gemessen. “Wir haben festgestellt, dass durch die Zugabe von Kaolin die Gesamtstaubemission deutlich um 53 bis 77 Prozent abgesenkt werden kann. Auch die Kohlenmonoxidemissionen fallen stark ab um 69 bis 95 Prozent”, beschreibt Hartmann die Ergebnisse der Verbrennungsversuche.

Aluminium im Kaolin unterbindet Feinstaubbildung

Laut Hartmann entschärft das Additiv zudem das Problem von Verschlackung beziehungsweise Versinterung. Die positiven Effekte beruhen seiner Erklärung nach auf der chemischen Wirkung des mit dem Kaolin hinzugefügten Aluminiums. Es unterbindet in weiteren Reaktionen die Entstehung von Feinstaub und Schlacke. Allerdings zeigte sich für halmgutartige Design-Brennstoffe ein Anstieg der gasförmigen Schwefel- und Chloremissionen, wenn Kaolin zugemischt wurde. Die Reaktion will das TFZ in weiteren Forschungsvorhaben untersuchen. Das Fazit des bisherigen Projekts formuliert Hartmann: “Die Zugabe von Kaolin biete die Chance, künftig Pappel- und Weidenholz-Brennstoffe auch in häuslichen Feuerungen einsetzen zu können.” Die Ergebnisse sind im TFZ-Bericht 65 veröffentlicht.

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