ENplus-Briketts
Für das Zertifizierungssystem ENplus-Briketts hat das Deutsche Pelletinstitut zusammen mit Branchenvertretern ein vollständig überarbeitetes Handbuch veröffentlicht. Eine neu eingeführte Differenzierung zwischen Produzenten und Händlern sowie eine Marktüberwachung versprechen neben einer optimierten Qualitätssicherung auch Praxistauglichkeit.
Handbuch für ENplus-Briketts soll Qualität sichern
“Die verschärften Klimaziele der Bundesregierung verlangen von moderner Holzenergie hohe Effizienz und emissionsarmen Abbrand“, betont Geschäftsführer Martin Bentele vom Deutschen Pelletinstitut (DEPI). Das Potenzial von Holzbriketts zum Einsatz in den bundesweit rund elf Millionen mit Festbrennstoffen betriebenen Einzelraumfeuerstätten sei noch lange nicht ausgeschöpft. Zukunftsfähig und Teil der Wärmewende könne nur ein Brennstoff sein, der nachweislich strenge Grenzwerte einhalte sowie sehr sauber verbrenne. “Mit dem neuen Handbuch für ENplus-Briketts wurden durch die Weiterentwicklung der Standards die Grundlagen hierfür geschaffen“, betont Bentele. Seinen Angaben zufolge ersetzen derzeit schätzungsweise 700.000 Tonnen Holzbriketts im Jahr Scheitholz. Dazu käme ein weiteres Potenzial von 700.000 Tonnen noch in deutschen Kleinfeuerungsanlagen verheizten Kohlebriketts.
ENplus-Briketts verbrennen sauber
Pünktlich zum Erscheinen der aktualisierten Version der internationalen Norm DIN EN ISO 17225-3 zur Klassifikation von Holzbriketts im Juni 2021 veröffentlicht das DEPI nun das neue Handbuch. Dabei gehen die Vorgaben von ENplus-Briketts bei wichtigen Parametern wie Wasser- und Aschegehalt über die ISO-Norm hinaus und sorgen damit für einen wirtschaftlichen Einsatz und sauberen Abbrand. “Mit dem Kauf von zertifiziertem Brennstoff kann sichergestellt werden, dass bei der Prüfung durch den Schornsteinfeger alle Vorgaben zu Abgaswerten eingehalten werden”, erläutert Bentele. Zertifizierte Unternehmen können durch das ENplus-Zeichen auf Ihrer Verpackung und in der Werbung die hohe Qualität ihres Brennstoffs nachweisen. Für bereits zertifizierte Unternehmen gilt eine Übergangsfrist bis zum 31. Mai 2022.