Wissenschaftler reden über Coronakrise
Die Coronakrise krempelt unser Leben um. Für Wissenschaftlerinnen aus der Klimaforschung eröffnet sie aber auch ungeahnte Möglichkeiten für Experimente. Was die Veränderungen für den Klimawandel bedeuten, darüber sprechen 18 Expertinnen und Experten in einer neuen Videoreihe des Deutschen Klima-Konsortiums (DKK).
Expertinnen sprechen über Coronakrise und Klimawandel
Was wir aus der Coronakrise für die Bewältigung des Klimawandels lernen können? Darauf antwortet Professor Mojib Latif, Klimaforscher und DKK-Vorstandsvorsitzender, im ersten Teil der am Montag gestarteten Videoreihe “Real Science, Real Talk – Wissenschaft zu Klima und Corona”: “Die Klimakrise können nur alle Länder gemeinsam lösen.” Gerade Politiker, die den Klimawandel leugnen – wie Trump in Amerika oder Bolsonaro in Brasilien – hätten mit extrem hohen Infektionszahlen und unglaublich vielen Todesfällen zu tun. Seit 12. Oktober und noch bis 4. November erscheint an jedem Wochentag ein neues Video auf YouTube. Darin reden die Expertinnen und Experten renommierter Klimaforschungseinrichtungen Klartext und geben einen Blick hinter die Kulissen ihrer aktuellen Arbeit zur Corona- und Klimakrise.
Darum geht es in den 18 Folgen
Doch es gibt noch weit mehr zu lernen, denn die Coronakrise ist für die Atmosphäre und unsere Gesellschaft ein großes Experiment und der Lockdown ein Werkzeug, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Atmosphärenforscherinnen messen, ob und warum die Luft etwa im Rheinland oder in China besser wurde. Sie erklären, wie stark die Kohlendioxidemissionen gesunken sind und warum der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre trotzdem weiter ansteigt. Sozial- und Geisteswissenschaftlerinnen nutzen die Pandemie, um die Verkehrswende in Realexperimenten zu untersuchen, unsere Gesellschaft in einer Krisensituation zu beobachten und Wissenschaftskommunikation zu verbessern. Politik- und Ökonomieexpertinnen betonen, wie wichtig es ist, die Wirtschaftshilfen mit Klimaschutz zu verbinden.