Buchtipp: Entwertung – Eine Geschichte der Welt in sieben billigen Dingen

Mittwoch, 07. November 2018 | Autor: Joachim Berner

Entwertung Entwertung Wir müssen die Welt der billigen Dinge hinter uns lassen – so lautet die Botschaft des Buches “Entwertung”. Ansonsten kommt es uns teuer zu stehen.

Entwertung bedeutet Zerstörung

Wenn heute billige Arbeitskräfte billige Chlorhühnchen zu billigen Chickenwings verarbeiten, dann steht dahinter ein zerstörerisches Wirtschaftsprinzip, das sich über Jahrhunderte herausgebildet hat. Inzwischen sind wir damit in einem Zeitalter angekommen, in dem der Mensch verschwinden könnte – und mit ihm die Welt, die er so gnadenlos ausbeutet. Wir ruinieren unsere Erde, wenn wir nicht kooperative Wege des Zusammenlebens und Wirtschaftens finden und den westlichen Raubtierkapitalismus bändigen. Das ist die Botschaft des Ökonomen Raj Patel und des Historikers Jason W. Moore. In sieben Kapiteln widmen sie sich in ihrem Buch “Entwertung” jeweils einem Aspekt dieser Entwertung der Welt: Natur wird ebenso entwertet wie Geld, Arbeit, Pflege, Nahrung, Energie und Leben. So eindrücklich wie umfassend schildern sie, dass die Krisen unserer Zeit in Wirklichkeit eine einzige Krise sind und dass diese einen langen Vorlauf in der Geschichte hat.

Für sozialen Ausgleich streiten

Patel und Moore führen vor Augen, dass es an der Zeit ist, diese Entwicklung zu durchbrechen und unser Wirtschafts- und Sozialsystem anders zu denken, wenn wir unsere Welt bewahren wollen. Wir sind im 21. Jahrhundert mit abrupten und irreversiblen Veränderungen im Netz des Lebens konfrontiert, die sich fatal auswirken können, falls wir unsere Zivilisation nicht in Richtung fairer Handel, sozialer Ausgleich, Weltökologie und Frieden drängen. Die aufrüttelnde Studie von Raj Patel und Jason W. Moore endet mit den Sätzen: “Das also sind unsere Vorstellungen davon, wie wir die Welt der billigen Dinge hinter uns lassen könnten, um ohne die realen Abstraktionen Natur und Gesellschaft zu leben und ohne die Strategien, die die kapitalistische Ökologie hervorgebracht hat. Sollten sie revolutionär klingen – umso besser.”

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