Blaue Engel wird 40 – ohne Pelletsbranche

Montag, 29. Oktober 2018 | Autor: Joachim Berner

Umweltzeichen Blaue Engel Umweltzeichen Blaue Engel Der Blaue Engel – das Umweltzeichen der Bundesregierung – feiert seinen 40. Geburtstag. Seit 1978 setzt er unabhängig von wirtschaftlichen Interessen anspruchsvolle Umweltkriterien für Produkte und Dienstleistungen.

Blaue Engel hilft beim umweltbewussten Einkaufen

Mit dem Blauen Engel wollte die Politik seinerzeit ein verlässliches Gütezeichen zu schaffen, das eine klare Orientierung beim umweltfreundlichen Einkauf bietet. Heute zählt es zu den bekanntesten Labeln. Mehr als 12.000 Produkte tragen es – ob Smartphone, Staubsauger oder Streumittel. Bald soll es einen Blauen Engel für klimafreundliche Logistikdienste und Mehrwegbechersysteme geben. Das Umweltbundesamt (UBA) nimmt Neuanträge entgegen und legt sie nach Prüfung und Bewertung der Jury Umweltzeichen vor. “Der Blaue Engel ist eine freiwillige Kennzeichnung. Unternehmen profitieren von der klaren Signalwirkung: Was hier drin steckt, ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Menschen”, sagt UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Gleichzeitig setzte er Maßstäbe, indem er der Gesetzgebung vorausgehe sowie schneller und flexibler Kriterien für umwelt- und gesundheitsverträgliche Produkte festlegen könne.

Blaue Engel: Produktgruppen Blaue Engel: Produktgruppen Pelletsbranche macht nicht mehr mit

Noch bevor Umweltprobleme gesetzlich geregelt werden, setzt das Umweltzeichen freiwillige Standards. “Der Blaue Engel garantiert, dass mit ihm ausgezeichnete Produkte und Dienstleistungen die Umwelt nachweislich weniger belasten als vergleichbare konventionelle Produkte und Dienstleistungen – bei gleicher Gebrauchstauglichkeit und Qualität”, erklärt Krautzberger. Dennoch hat sich die Pelletsbranche 2016 von dem Umweltzeichen verabschiedet. Vor dem Hintergrund der geltenden ordnungsrechtlichen Anforderungen, die sich am Rande des technisch Möglichen bewegen würden, sei eine darüber hinausgehende Zertifizierung durch den Blauen Engel für Pellets- und Hackschnitzelfeuerungen nicht mehr aussagekräftig, begründeten der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband und 18 Kesselhersteller ihre Abkehr. So listet das UBA keinen Hersteller von Pelletsheizkesseln oder Holzpelletsöfen in seiner Datenbank. Das Umweltzeichen für Holzpellets führen lediglich die Firmen Gregor Ziegler und I. van Roje & Sohn.

Umweltzeichen berücksichtigt inzwischen auch soziale Aspekte

Beim Blauen Engel handelt es sich im Kern um ein Umweltzeichen. Mittlerweile ergänzen aber auch soziale Aspekte die Anforderungen, beispielsweise bei Smartphones, Spielzeug und Schuhen. Bei Textilien zählen zum Beispiel das Verbot der Zwangsarbeit und die Einhaltung des Mindestalters in den Kleidungsfabriken dazu. Das Zeichen reagiert damit auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen in einer globalisierten Welt. Das Umweltbundesamt erarbeitet die strengen Vergabekriterien basierend auf wissenschaftlichen Untersuchungen. Für jede der aktuell 113 Produktgruppen werden spezielle Anforderungen entwickelt, geprüft und weiterentwickelt. Bei Staubsaugern beispielsweise müssen mehr als 25 Anforderungen, bei Druckern sogar rund 100 verschiedene Kriterien erfüllt werden, bevor ein Hersteller das Label verliehen bekommt.

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