Bei Fridays for Future gehen junge Frauen voran

Dienstag, 13. August 2019 | Autor: Joachim Berner

Fridays for Future in München Fridays for Future in München Junge Frauen sind bei den Klimaprotestesten der Fridays for Future-Bewegung besonders präsent. Das ist ein Ergebnis einer wissenschaftlichen Befragung der Protestierenden.

Frauen nehmen überproportional an Fridays for Future-Demos teil

“Die Ergebnisse der ersten Befragungsrunde zeigen, was nicht überraschend ist, dass sich an einem Schülerstreik vorwiegend die Altersgruppe der 14- bis 19-Jährigen beteiligt”, berichtet Projektleiter Piotr Kocyba von der Technischen Universität Chemnitz. Überraschender als das junge Alter der Demonstrantinnen und Demonstranten sei die Dominanz weiblicher Teilnehmer, die beispielsweise in Amsterdam, Florenz, Warschau oder Wien 70 Prozent der Protestierenden ausmachten. Bisherige Demonstrationsbefragungen haben laut Kocyba ein eher ausgeglichenes Verhältnis zwischen den Geschlechtern gezeigt. Die überproportionale Teilnahme von Frauen an den Fridays for Future-Demonstrationen führt der Kulturwissenschaftler auf die starke Präsenz weiblicher Führungsfiguren zurück. Gemeinsam mit einem internationalen wissenschaftlichen Netzwerk hat die Professur Kultur- und Länderstudien Ostmitteleuropas der Technischen Universität Chemnitz während der ersten Mobilisierungswelle Demonstrantinnen und Demonstranten in 13 Städten in neun Ländern befragt.

Eine neue Klimabewegung etabliert sich

Vor dem Hintergrund des jungen Alters überrascht es den Wissenschaftler und sein Team nicht, dass es sich bei den Demonstrantinnen und Demonstranten von Fridays for Future häufig um erstmalig mobilisierte Aktivistinnen und Aktivisten handelt. 38 Prozent der demonstrierenden Schülerinnen und Schüler haben sich am 15. März 2019 das erste Mal an einer Demonstration beteiligt. Die überwältigende Mehrheit der Protestierenden ist weder Mitglied einer Umweltorganisation noch unterstützt sie eine solche finanziell. Im Gegensatz dazu sind 35 Prozent der erwachsenen Demonstrantinnen und Demonstranten in einer Umweltorganisation engagiert. Die Fridays for Future-Bewegung und hier allen voran Greta Thunberg aus Schweden schaffen es nach Ansicht von Kocyba, junge Menschen zivilgesellschaftlich erstmals zu aktivieren. 44,9 Prozent der Schülerinnen und Schüler gaben an, dass Thunberg sie zur Teilnahme an den Protesten motiviert habe. Das Fazit des Wissenschaftlers: “Die signifikante Zahl junger und häufig erstmaliger Aktivistinnen und Aktivisten scheint die Möglichkeit für die Etablierung einer neuen Klimabewegung zu eröffnen, die ihre Ziele jenseits etablierter Akteure und Organisationen verfolgt.”

Unter http://bit.ly/TUC_Fridays_Kocyba finden Sie eine Analyse der Untersuchungsergebnisse von Dr. Piotr Kocyba.

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