BEG übersichtlich erklärt (2): weitere Effizienzmaßnahmen

Dienstag, 13. Februar 2024 | Autor: Joachim Berner

Lüftung gilt als Effizienzmaßnahme Lüftung gilt als Effizienzmaßnahme Außer für den Heizungstausch gibt es in der Bundesförderung für effiziente Gebäude auch Zuschüsse für weitere Effizienzmaßnahmen, zum Beispiel für neue Fenster oder eine Wärmedämmung.

Wie hoch Effizienzmaßnahmen gefördert werden

Für weitere Effizienzmaßnahmen gibt es ebenfalls Zuschüsse in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), beispielsweise für die Dämmung der Gebäudehülle oder den Einbau einer Lüftungsanlage. Der Fördersatz beträgt bis zu 20 Prozent. Der Grundfördersatz liegt bei 15 Prozent, bei Vorliegen eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) kommen fünf Prozentpunkte Bonus hinzu. 20 Prozent gibt es auch für die Heizungsoptimierung, wie beispielsweise den hydraulischen Abgleich. Bei der Heizungsoptimierung zur Emissionsminderung von Biomasseheizungen beträgt die Förderung sogar 50 Prozent. Die maximal förderfähigen Ausgaben für Effizienzmaßnahmen liegen bei 60.000 Euro pro Wohneinheit, wenn ein individueller Sanierungsfahrplan vorliegt, ansonsten bei 30.000 Euro. Maßnahmen an der Gebäudehülle, an der Anlagentechnik außer der Heizung und zur Heizungsoptimierung wickelt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) ab.

Heizung tauschen und Gebäude sanieren lohnt sich

Die Höchstgrenzen der förderfähigen Ausgaben für den Heizungstausch und weitere Effizienzmaßnahmen lassen sich addieren. Für ein Einfamilienhaus oder für die erste Wohneinheit in einem Mehrfamilienhaus gilt daher eine Höchstgrenze der förderfähigen Kosten von 90.000 Euro, wenn die Heizung getauscht und eine oder mehrere Effizienzmaßnahmen mit individuellem Sanierungsfahrplan durchgeführt werden. Bislang betrugen die maximal förderfähigen Ausgaben für alle durchgeführten Maßnahmen am Gebäude 60.000 Euro innerhalb eines Kalenderjahres. Ist nicht ausreichend Eigenkapital vorhanden, unterstützt ein neu eingeführter Ergänzungskredit über 120.000 Euro je selbst genutzter Wohneinheit die Finanzierung. Der Staat senkt zusätzlich die Zinsen um maximal 2,5 Prozent für diejenigen Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer, deren zu versteuerndes Einkommen 90.000 Euro im Jahr nicht überschreitet. Den Förderkredit können sie nach Vorlage einer Zuschusszusage durch die KfW beziehungsweise eines Zuwendungsbescheids des Bafa über die Hausbank beantragen.

Heizungstauschförderung auch im Rahmen einer Komplettsanierung möglich

Auch im Rahmen einer Komplettsanierung auf das energetische Niveau eines Effizienzhauses gibt es Geld für neue Heizungen. Der Zuschuss für die Gesamtsanierung beträgt unverändert maximal 45 Prozent. Hier liegen die förderfähigen Kosten bei bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit. Bis zu 67.500 Euro Förderung gibt es hier also je Wohneinheit. Alternativ zur Einzelmaßnahmenförderung über die KfW oder das Bafa ist weiterhin die steuerliche Begünstigung nach Einkommenssteuerrecht möglich. Die Steuerlast sinkt dann über drei Jahre hinweg um insgesamt 20 Prozent, was bei maximal anrechenbaren Kosten von 200.000 Euro einen Steuervorteil von 40.000 Euro bringt.

Fragen rund um die Förderung der energetischen Sanierung beantwortet das Team von Zukunft Altbau kostenfrei am Beratungstelefon unter 08000 12 33 33 (Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr) oder per E-Mail an beratungstelefon@zukunftaltbau.de.

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