Antragszahlen 2019
Die Antragszahlen 2019 für das Marktanreizprogramm hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) veröffentlicht. Demnach hat es im vergangenen Jahr Förderanträge für 72.675 Biomasseheizungen, Solarthermieanlagen und Wärmepumpen erhalten.
Antragszahlen 2019: Wärmepumpen vor Biomasseheizungen vor Solarthermieanlagen
Mit dem Marktanreizprogramm (MAP) unterstützt das BAFA den Einbau ökologischer Heizanlagen. Um die staatlichen Zuschüsse zu erhalten, hat es im vergangenen Jahr Anträge für 30.083 Wärmepumpen (41 Prozent), 25.336 Biomasseheizungen (35 Prozent) und 17.256 Solarthermieanlagen (24 Prozent) bekommen. Das geht aus den Antragszahlen 2019 hervor, die das BAFA auf seinem Twitter-Kanal veröffentlicht hat. Vor 20 Jahren ist das Förderprogramm zum Heizen mit erneuerbaren Energien gestartet. Seitdem wurden 1,8 Millionen Anlagen mit drei Milliarden Euro bezuschusst (1.211.242 Solarthermieanlagen, 452.788 Biomasseheizungen, 141.734 Wärmepumpen).
Bund erhöht MAP-Förderung
In diesen Jahr haben sich die MAP-Richtlinien geändert. Höhere Zuschüsse lassen die Ökowärmebranche auf einen Nachfragesprung gegenüber den Antragszahlen 2019 hoffen. Das MAP belohnt jetzt zusätzlich diejenigen mit einer speziellen Prämie, die ihren alten Ölkessel austauschen. Das BAFA übernimmt bis zu 45 Prozent der Investitionskosten, wenn bei einem Kesseltausch eine Ökoheizung eingebaut wird. Wer seine alte Ölheizanlage durch eine Biomasseheizung oder eine Wärmepumpe ersetzt, erhält den Zuschuss in voller Höhe. Für eine Erdgas-Hybridheizung mit einem erneuerbaren Anteil von mindestens einem Viertel – beispielsweise durch den Einsatz von Solarthermie – gibt es einen Investitionszuschuss von 40 Prozent. Für effiziente und klimafreundliche Heizungen, die keine alte Ölheizung ersetzen, gibt es 35 Prozent, wenn sie vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Für alle Maßnahmen braucht es einen hydraulischen Abgleich.
Preis für Kohlendioxidemissionen verteuert ab 2021 fossile Energie
Der Einbau einer ökologischen Heizung wird sich ab dem kommenden Jahr noch besser rechnen. Grund: Es wird ein Kohlendioxid-Preis eingeführt. Zum Einstieg soll er 25 Euro pro Tonne Kohlendioxid für Brenn- und Kraftstoffe betragen. Die Emissionsabgabe steigt 2022 auf 30 Euro, 2023 auf 35 Euro, 2024 auf 45 Euro und 2025 auf 55 Euro. “Bei Heizungen auf Basis fossiler Energien werden sich die Energiekosten durch den geplanten Kohlendioxidpreis künftig deutlich erhöhen”, sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau. In den ersten fünf Jahren betrage der Zuschlag für einen jährlichen Verbrauch von 2.000 Liter Heizöl beispielsweise rund 1.200 Euro.