Zahl an Solarwärmeanlagen in Deutschland wächst langsam

Montag, 25. Februar 2019 | Autor: Joachim Berner

Viel Neubau, aber wenig Solarwärmeanlagen Viel Neubau, aber wenig Solarwärmeanlagen Trotz reger Bautätigkeit und staatlicher Klimaziele wurden im vergangenen Jahr zu wenig neue Solarwärmeanlagen in Deutschland installiert. Das beklagt der  Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar).

Keine Erfolgsstory: Solarwärmeanlagen in Deutschland

Die besseren Zeiten für die Solarthermie sind schon über zehn Jahr her. 2008, im bislang besten Jahr, hatte die Branche über 200.000 Solarwärmeanlagen in Deutschland abgesetzt. Seitdem ging die Installationszahl neuer Systeme stetig bergab. Für 2018 hat der BSW-Solar nun 71.000 neue Solarwärmeanlagen in Deutschland gemeldet – weniger als in den Jahren des Marktaufbruchs zu Beginn der 2000er Jahre. 2017 waren 78.000 Systeme installiert worden. Gemessen an der Kollektorfläche beträgt der Marktrückgang acht Prozent. Eine griffige Erklärung für den steten Rückgang hat der Branchenverband nicht parat. Nur so viel: “Staatliche Förderprogramme sind oft unbekannt und weisen Lücken auf”, erklärt Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) fordert er deshalb eine Verbesserung der Anreize. Zudem dürften erneuerbare Energien und Energieeffizienz von der Politik nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Förderung: Was es an Zuschüssen gibt

Insgesamt erzeugen etwa 2,4 Millionen Solarwärmeanlagen in Deutschland umweltfreundliche Heizenergie. Der staatliche Zuschuss für die solare Heizungsmodernisierung eines Eigenheims beträgt in der Regel 3.600 Euro, mindestens aber 2.000 Euro. Sanierer, die sich für eine Solaranlage ausschließlich zur reinen Warmwasserbereitstellung entscheiden, erhalten mindestens 500, maximal 2.000 Euro. Mit bis zu 2.000 Euro fördert der Staat die Erweiterung einer bereits existierenden Sonnenheizung. Dazu muss das bisherige Heizsystem eine Kollektorfläche von vier bis höchstens 40 Quadratmeter aufweisen und bereits zwei Jahre im Einsatz gewesen sein. Wird bei einem Haus mit mehr als drei Wohneinheiten nachgerüstet, so werden bis zu 100 Quadratmeter Kollektorfläche mit 200 Euro pro Quadratmeter durch die sogenannte Innovationsförderung begünstigt. Im Neubau werden Solarwärmeanlagen derzeit nicht staatlich gefördert.

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