VREM: Frühwarnsystem erkennt Bedienungsfehler bei Holzheizkesseln

Montag, 15. Juli 2019 | Autor: Joachim Berner

Emissionsmonitoring mit VREM Emissionsmonitoring mit VREM Forscher am Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) haben ein System entwickelt, mit dem sich Bedienungsfehler durch die Betreiber von Heizkesselanlagen frühzeitig erkennen lassen. Es reduziert nicht nur schädliche Emissionen, sondern erhöht auch den Wirkungsgrad.

VREM-System überwacht Verbrennung

“Neben den konstruktiven Gegebenheiten der Verbrennungstechnik ist vor allem das Verhalten des Betreibers von entscheidender Bedeutung für die Verbrennungsqualität und somit die Feinstaubemissionen“, erklärt IBP-Projektleiter Mohammad Aleysa den Grund für die Entwicklung. Nur durch eine gute Auswahl des Brennstoffs und die richtige Bedienung der Verbrennungstechnik könne bei Holzkesseln ein effizienter und schadstoffarmer Betrieb gewährleistet werden. Das von den IBP-Forschern entwickelte VREM-System (Verbrennungsregelungs- und Emissionsmonitoringsystem) optimiert die Verbrennung regelungstechnisch und überwacht sie gleichzeitig. Auf diese Weise soll es eine Fehlbedienung der Biomasseheizkessel vermeiden.

Wie das VREM-System funktioniert

Beim VREM-System regeln O2/COe-sondengestützte Analysen und intelligente Überwachungsalgorithmen die Verbrennung, sodass sie bei einem niedrigen Sauerstoffüberschuss abläuft und hohe Wärmeverluste vermieden werden. Letztere können über nicht verbrannte Bestandteile oder über die freie Wärme im Abgas entstehen. Die Regelung des Verbrennungsprozesses ermöglicht eine präzise Luftzufuhr, welche wiederum eine optimale Verbrennung gewährleistet – ganz unabhängig vom eingesetzten Brennstoff. Treten Betriebsstörungen auf, die sich regelungstechnisch nicht beheben lassen – wie beispielsweise beim Einsatz ungeeigneter Brennstoffe –, wird der Betreiber per Email und SMS informiert.

Bis zum Praxiseinsatz braucht es noch weitere Arbeiten

Das IBP hat sein VREM-System an einem Scheitholz- und an einem Pelletskessel der Firma HDG Bavaria getestet. Die Überwachungsalgorithmen haben sich laut IBP bei den Prüfstandmessungen über ein Jahr bewährt. “Sowohl die O2/COe-Sonde, als auch die Überwachungsalgorithmen haben eine sehr gute Eignung für den Dauereinsatz in der Praxis gezeigt”, sagt Aleysa. Entscheidend für die Umsetzung der Projektergebnisse sei nun die Entwicklung einer kompakten und für den Einsatz in Biomasseheizkesseln angepassten Sondenelektronik. In einem weiteren Projekt will Aleysa eine hard- und softwaremäßig praxistaugliche O2/COe-Regelung entwickeln.

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