Die Verwendung erneuerbarer Energien in Form einer Holzpelletsheizung haben sich immer mehr Häuslbauer und Sanierer zum Ziel gesetzt. Diese Heizform ist nicht nur umweltfreundlich, sondern reduziert vor allem auch die Brennstoffkosten. Aus diesem Grund hat auch der Verein „Wohnen und Arbeit“ im kunterbunten Haus direkt an der Autobahn A 1 in Melk eine neue Pelletsheizung installiert. Damit können die Heizkosten um 50 Prozent auf 3.000 Euro jährlich gesenkt werden, die CO2-Einsparung beträgt 19,6 Tonnen pro Jahr. “Wir leisten damit einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz”, so Geschäftsführer Sepp Ginner.
Verein hat sich umweltfreundliches Heizen entschieden
Das kunterbunte Haus neben der A1 in Melk ist vielen Menschen vom Vorbeifahren bekannt. Das Haus des Sozialvereins „Wohnen und Arbeit“ wurde bis vor kurzem noch mit einer Ölheizung versorgt. Der Ölbrenner war nach einem Schaden irreparabel, weshalb eine neue Heizung angeschafft werden musste. Der ehrenamtliche Vorstand des gemeinnützigen Vereins hat sich dabei entschieden, auf Holzpellets umzusteigen.
„Die Möglichkeit, mit einem heimischen Brennstoff umweltfreundlich und kostengünstig zu heizen, war für uns der Hauptgrund auf Holzpellets umzusteigen“, so Ginner. Damit leistet der Verein neben seinen sozialen Diensten auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz, 19,6 Tonnen CO2 können durch die neue Heizung jährlich eingespart werden.
Jährlich bleiben 3.000 Euro mehr für Sozialarbeit
In den vergangenen Jahren sind die Kosten für das Heizöl jährlich gestiegen. „Bei unserem knappen Budget müssen wir auf jeden Euro schauen. Der Einbau einer Pelletsheizung war für uns ein einfacher Weg, um jedes Jahr 3.000 Euro an Heizkosten zu sparen. Das Geld kommt jetzt unseren Bewohnern zugute“, betont Sepp Ginner. „Ich hatte meine Zweifel, aber jetzt nachdem wir die ersten Wochen heizen, bin ich über unsere Entscheidung sehr glücklich. Alles läuft einfach und automatisch“, so der Geschäftsführer weiter. Für gemeinnützige Vereine und Gewerbebetriebe wird der Einbau einer Pelletsheizung von der Kommunalkredit Austria mit 30 Prozent der Investitionskosten gefördert.
Verein „Wohnen und Arbeit“ bietet hilfsbedürftigen Menschen betreute Wohnplätze an
Der Verein „Wohnen und Arbeit“ ist seit 1989 in Winden bei Melk beheimatet. Die auffällige Fassade, die auch bei den Bewohnern großen Anklang findet, wurde von Wohnarchitekt Thomas Kiesling aus Kematen an der Ybbs gestaltet. Das Wohnheim beherbergt Menschen, die auf Grund eines persönlichen Schicksals wohnungslos geworden oder von unmittelbar bevorstehender Wohnungslosigkeit bedroht sind. Zumeist sind diese auch arbeitslos und brauchen die Unterstützung durch einen betreuten Wohnplatz. Das Betreuungsangebot richtet sich an volljährige Männer und fallweise an Paare. Das Betreuerteam bietet unter anderem Unterstützung bei Arbeits- und Wohnungssuche und zur finanziellen und sozialen Absicherung.
Heizkostenersparnis von 3.000 Euro pro Jahr
Vor der Umstellung lagen die Heizkosten für das Öl bei 6.000 Euro im Jahr. Mit der neuen Pelletsheizung konnten die Heizkosten im aktuellen Kostenvergleich auf 3.000 Euro im Jahr halbiert werden. „Die Umstellung von einer alten Ölheizung auf eine moderne Pelletsanlage schaffen wir auch bei Großanlagen in wenigen Tagen“, so Josef Hauer vom Biowärme-Installateur Bruckner aus Oberndorf, der für die optimale Heizungsumstellung im Wohnhaus gesorgt hat.