Investorengruppe übernimmt Solvis

Montag, 09. November 2015 | Autor: Joachim Berner

Die international tätige private Investorengruppe Andlinger & Company hat zum 2. November 2015 den Solarthermiehersteller Solvis übernommen. Das Braunschweiger Unternehmen vertreibt neben solarthermischen Systemen auch Pelletsheizkessel.

Solarwärmemarkt kriselt seit Jahren

Mit der Übernahme fordert die seit Jahren währende Krise im Solarwärmemarkt ein weiteres Opfer. Seit 2009 hat die Branche mit einem stetig sinkenden Marktvolumen zu kämpfen. Im vergangenen Jahr ist die Fläche geförderter Sonnenkollektoren zum ersten Mal seit 2007 wieder unter die Eine-Millionen-Quadratmeter-Grenze gesunken. Eine öffentliche Energiediskussion, die sich hauptsächlich um Strom und Photovoltaik dreht, und der generelle Sanierungsstau in deutschen Heizungskellern haben der Solarthermie schwer zugesetzt. Die Folge: Systemanbieter gaben das Geschäftsfeld Solarthermie auf, Solarwärmespezialisten mussten Insolvenz anmelden oder wurden übernommen. Prominenteste Beispiele sind der Bauzulieferkonzern Schüco, der zum Jahresende 2012 seine Kollektorfertigung einstellte, die österreichische Greiner-Gruppe, die vor zwei Jahren sowohl den Kollektorhersteller Sunmaster als auch die beiden Systemanbieter Solution und Xolar auflöste, und der Absoberbeschichter Bluetec, der 2014 aufgeben musste. Mit Wagner & Co und nun Solvis hat es nicht nur zwei Urgesteine der Solarwärmetechnik, sondern auch mitarbeitergeführte Unternehmen getroffen.

Solvis gehört jetzt Andlinger

Über das Vermögen von Solvis war am 30. Oktober 2015 ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Der Gläubigerausschuss hat am gleichen Tag der Veräußerung des Unternehmens an Andlinger zugestimmt. “Ich freue mich, dass es gelungen ist, einen nahtlosen Übergang des Geschäftsbetriebes zu erreichen und sämtliche Arbeitsplätze am Standort Braunschweig zu erhalten”, sagt Insolvenzverwalter Peter Steuerwald.? Bei Andlinger handelt es sich um eine internationale Investmentgesellschaft, zu deren Beteiligungen unter anderem der niederländische Spezialpapierhersteller Crown Van Gelder, der englische Softwareentwickler Global Graphics und die französische Rollenschneiderfirma Spoolex gehören. Andlinger beteiligt sich nach eigenen Aussagen bevorzugt an Unternehmen, die entweder eine Innovationsführerschaft besitzen oder eine starke Nischenposition einnehmen. Das Engagement bei Solvis begründet Andlinger-Partner Gerhard Unterganschnigg: “Wir sehen in Solvis einen Schrittmacher für zukunftsorientierte, nachhaltige Heizsysteme.”

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