Tag der offenen Tür im neuen Pelletswerk “EnergiePellets Hosenfeld”

Dienstag, 20. September 2011 | Autor: pelletshome

Seit Februar 2011 werden im neuen Pelletswerk „EnergiePellets Hosenfeld“ Holzpellets und im dazu gehörigen Biomasse-Heizkraftwerk Ökostrom produziert. Nun erfolgt am 23.09.2011 ab 13.30 Uhr die offizielle Werkseinweihung. Die Einweihungsfeier soll den Produktionsstandort in der Öffentlichkeit bekannt machen und darauf hinweisen, dass hier die Klimaziele der hessischen Landesregierung vorbildlich umgesetzt werden. Durch den Brennstoff Holzpellets können größere Mengen CO² vermieden werden, die Erzeugung von Biostrom macht in der gleichen Größendimension CO²-intensive Stromproduktion überflüssig. Regionale Herstellung und Vertrieb minimieren die Transportwege (CO²-Footprint).
Die offizielle Werkseinweihung am Freitag ist ausschließlich für geladene Gäste,  zu denen neben den Beteiligten an Planung und Bau auch Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft sowie Staatssekretär Mark Weinmeister vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie und Verbraucherschutz gehören werden.

An den folgenden Tagen öffnet das Werk erstmals seine Tore und lädt zum  Tag der offenen Tür am 24. und 25. September, jeweils von 10.00 – 17.00 Uhr auf dem Werksgelände in 36154 Hosenfeld-Hainzell, In der Hinterbach 5.

Die Besucher erwartet an beiden Tagen ein buntes Programm, u.a. mit folgenden Höhepunkten:
- eine Fachausstellung von Heizungsbauern und Installateuren
- stündliche Werksführungen
- Schauvorführung: Einblasen von Holzpellets
- „HESSSEN PELLETS“ Gewinnspiel mit täglichen Verlosungen
- Hubschrauber-Rundflüge
- Kinderanimation und –betreuung
- Kranfahrten bis in 50 m Höhe
- Holzkunst mit der Kettensäge – Holger Bär „Master of the Chainsaw
- gastronomische Betreuung im Festzelt durch die Kulturgemeinschaft Hainzell

Für die musikalische Unterhaltung sorgen der Musikverein Hosenfeld am Samstag sowie die Peter Weisheit Dixieband am Sonntag.

Weitere Informationen zum Standort:

Das Werk „EnergiePellets Hosenfeld“ liegt vor den Toren von Fulda, in der Region zwischen Vogelsberg, Rhön und Schwalm und produziert hochwertige Holzpellets mit DINplus- und ENplus A1-Zertifizierung.
Mit einer Jahreskapazität von 40.000 to  verfügt die Region nunmehr über ausreichend eigene Produktionskapazitäten und ist nicht mehr auf Zulieferung über lange Transportwege angewiesen.

Das Liefergebiet erstreckt sich auf die Region zwischen Kassel im Norden, Erfurt und Suhl im Osten, Würzburg und Darmstadt im Süden sowie Gießen und Marburg im Westen. Damit gehört auch der Ballungsraum Frankfurt am Main / Offenbach zum Einzugsgebiet.

Durch die eigene Marke “Hessen Pellets” soll der regionale Ansatz der Philosophie auch nach außen konsequent sichtbar gemachen werden. Das Werk verfügt über ausreichend große Lagerkapazitäten, um jederzeit die nötige Versorgungssicherheit zu gewährleisten. In Zusammenarbeit mit regionalen Händlern ist in kurzer Zeit ein dichtes Vertriebsnetz in der Region entstanden.

Das Werk „EnergiePellets Hosenfeld“ befindet sich auf dem Gelände  des Sägewerks Gebr. Hosenfeld GmbH & Co. KG und wird durch deren Resthölzer versorgt. Im Sägewerk werden ca. 100.000 fm Nadelholz eingeschnitten und größtenteils in dem dazu gehörenden Hobelwerk und eigener Zimmerei verarbeitet. Ziel der Investition in ein Pelletwerk und ein Biomassekraftwerk waren die weitere Wertschöpfung des Rohstoffes Holz im gleichen Betrieb und somit die Schaffung eines “integrierten Standortes”. Der wertvolle Rohstoff  Holz soll möglichst ohne weitere Transportkosten an einer Stelle komplett verarbeitet werden. Das benötigte  Rundholz wird ausschließlich aus regionalen Wäldern des Hauptlieferanten HESSEN-FORST (75 – 80 %) bezogen und die fertigen Produkte sollen sowohl aus ökologischen als auch ökonomischen Gründen regional vermarktet werden. Dies gilt insbesondere für Pellets und Strom.

Der Anlagenteil Biomassekraftwerk wurde als Contracting-Projekt mit den Stadtwerken Düsseldorf erstellt, um die Finanzierung eines solchen Vorhabens auch für Mittelständler zu ermöglichen. Insbesondere die Erfahrung und das know-how der Stadtwerke Düsseldorf auf diesem Gebiet waren für alle Beteiligten sehr vorteilhaft.

Es wurden bisher acht neue Arbeitsplätze geschaffen, die aufgrund des ausgesprochen hohen Automatisierungsgrades der Anlage von qualifizierten Fachleuten aus der direkten Umgebung des Werkes (alle aus dem Ortsteil Hainzell)  besetzt wurden. Für den gesamten Holzstandort Hosenfeld bedeutet diese Investition Zukunftssicherung und Stärkung der Marktposition.

Technische Informationen: Der Biomasse-Kessel hat eine Größe von 8 MW und wird mit nachwachsenden Rohstoffen (NAWARO) befeuert, dies sind Landschaftspflegematerial, Sägewerksrinde und Waldhackschnitzel.   Bedarf: ca. 20.000 t/Jahr

Die Stromerzeugung erfolgt im ORC-Verfahren (Oriented Rankine Cycle), welches nicht wie herkömmliche Turbinen mit Wasserdampf, sondern mit Silikonöldampf betrieben wird. Der so angetriebene Generator erzeugt 1,4 MW Strom, bei einer angestrebten Laufzeit von 8.000 Stunden/Jahr. Dies reicht aus, um über 4.000 Haushalte mit Ökostrom zu versorgen, dabei werden ca. 16.600 to CO² vermieden!

Es sind 2 Pelletpressen installiert mit einer Leistung von jeweils ca. 4 t/Std. Die angestrebte Jahreleistung beträgt 40.000 t Holzpellets. Diese werden aus Nadelholzspänen erzeugt und sind sowohl DINplus als auch ENplus zertifiziert. „EnergiePellets Hosenfeld“ ist zurzeit der neunte Pelletsproduktionsbetrieb, der europaweit die ENplus-Norm erfüllt. Die Lagerkapazität beträgt 6.000 t Pellets in 2 Silos. Die Jahresproduktion an Pellets reicht aus, um ca. 10.000 Einfamilienhäuser klimaneutral zu beheizen.

Weitere Informationen zu Holzpellets:

Holzpellets sind ein nachwachsender, heimischer Energieträger mit festgelegten Qualitätsstandards und hoher Versorgungssicherheit. Sie können helfen, unsere Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und Atomenergie zu forcieren und große Mengen CO2 einzusparen.

Neben der Versorgungssicherheit und dem guten Gefühl, eine umweltfreundliche Energieform zu nutzen, bieten Holzpellets jedoch auch klare finanzielle Vorteile.
Es gibt staatliche Förderungen von bis zu 2.500,00 € je Pellets-Heizungsanlage mit Multispeicher und eine KfW-Zinsverbilligung auf unter 3% effektiven Jahreszins.
Die etwas höheren Kosten bei der Erstinstallation einer Pelletsheizung im Vergleich zu Öl- und Gasheizungen werden zudem durch den wesentlich günstigeren Brennstoffpreis innerhalb weniger Jahre ausgeglichen.

Holzpellets bestehen zu 100 Prozent aus naturbelassenem Holz ohne Zusatz von chemisch-synthetischen Bindemitteln aus unbehandelten Hobel- und Sägespänen, die unter hohem Druck verdichtet werden. Der Rohstoff für die Herstellung von Holzpellets ist ein Neben- bzw. Abfallprodukt der holzverarbeitenden Industrie und damit kostengünstig verfügbar. Die Qualität der eingesetzten Späne spielt für ein hochwertiges Endprodukt eine entscheidende Rolle.

Holzpellets werden aus Nebenprodukten der örtlichen Sägewerke hergestellt. Dies bringt höchste Versorgungssicherheit und ermöglicht durch homogenes Ausgangsmaterial gleichbleibend beste Qualität zum Vorteil der Heizungsanlage und deren Betriebssicherheit. Kein einziger Baum muss für die Pelletproduktion extra gefällt werden, Transportwege werden kurz gehalten und CO2 wird eingespart.

Wie glauben daran, dass in den regenerativen und nachwachsenden Rohstoffen die Zukunft unserer Energieversorgung liegt. Fossile Brennstoffe ebenso wie die Atomkraft werden mit ihren mannigfaltigen Problemen immer mehr an Bedeutung verlieren.

Unser sauberster und konstantester Energielieferant ist die Sonne, deren unerschöpfliches Energiepotential sich nicht nur über Solaranlagen nutzen lässt, sondern auch im heimischen Wald gespeichert ist.

Ein Holzpellets-Werk wandelt diese im Holz gespeicherte Sonnenenergie in für uns nutzbare Heizenergie um. Jedes Holzpellet-Werk ist Teil einer langen regionalen Wertschöpfungskette, schafft Arbeitsplätze und stärkt die Wirtschaftskraft der Standortregion.

Die Herstellung in mittelständischen Produktionsstrukturen sorgt für einen stabilen Markt mit funktionierendem Wettbewerb und hoher Versorgungssicherheit.

Die verwendeten Ausgangsstoffe stammen aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, denen pro Jahr nur maximal so viel Holz entnommen wird, wie im gleichen Zeitraum wieder nachwächst.

Ein Holzpellet kann bei seiner Verbrennung nicht mehr CO2 erzeugen, als sein Grundstoff Holz während seines Wachstums gespeichert hat und auch bei seiner natürlichen Verrottung wieder freigesetzt würde. Durch kurze Transportwege sowohl bei den Ausgangsstoffen als auch beim Transport der Pellets zum Kunden sorgen wir dafür, dass die CO2-Bilanz so günstig wie möglich ausfällt.

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