Die Verwendung erneuerbarer Energien in Form von Pelletsheizungen haben sich immer mehr Gemeinden zum Ziel gesetzt. Diese Heizform ist nicht nur umweltfreundlich, sondern reduziert vor allem auch die Heizkosten. In der Gemeinde Hagenberg wurde kürzlich die erste Mehrzweckhalle in Passivbauweise in Oberösterreich errichtet.
19 Tonnen CO2 werden eingespart
Ein durchdachtes Energiekonzept sorgt für höchste Energieeffizienz und setzt voll auf erneuerbare Energien in Form von Solarkollektoren und Photovoltaik sowie auf die Verwendung von Holzpellets als Brennstoff für die Heizung. Vor allem durch die neue ÖkoFEN-Pelletsheizung kann die Gemeinde Hagenberg ab sofort jährlich 19 Tonnen CO2 im Vergleich zu einer Gasheizung vermeiden.
Eine Sporthalle für die Bevölkerung und die Umwelt
Die Gemeinde Hagenberg hat kürzlich eine neue Mehrzweckhalle errichtet, um das Freizeitangebot im Ort zu verbessern. Dieser Neubau war dringend notwendig, da sowohl die Schüler des BORG als auch die sportliche Gemeindebevölkerung bisher nach Linz oder Gallneukirchen pendeln mussten. Mit der neuen Sporthalle können sie nun im eigenen Ort aktiv sein. Für die gesamte Planung der ersten Sporthalle in Passivbauweise in Oberösterreich zeichnete das Atelier Hauptplatz aus Linz verantwortlich. In der Rekordzeit von 14 Monaten wurde die Mehrzweckhalle auf dem 44.500 Quadratmeter großen Grundstück errichtet, zu dem auch ein Beachvolleyballplatz, eine Stockschützenhalle und ein Teich gehören.
Durchdachtes Energiekonzept wurde in Hagenberg realisiert
Bei der Planung dieser Sporthalle ist auch das Thema „Umwelt und Klima“ eingeflossen. Ein Energiekonzept, das Rohstoffe verantwortungsbewusst einsetzt, eine geringe Umweltbelastung und gleichzeitig möglichst geringe Kosten verursacht, wurde erstellt. Die Energie- und Haustechnikplanung übernahm die AMS Engineering im Softwarepark vor Ort. Das Unternehmen sorgte für die Optimierung der Gebäudehülle auf Passivhausstandard und führte eine thermische Gebäudesimulation durch.
ÖkoFEN-Pelletsheizung und Solaranlage sorgen für enorme CO2-Einsparung
Auf dem Dach der Sporthalle sind eine Photovoltaik- und eine thermische ÖkoFEN-Solaranlage installiert, die Sonnenenergie zur Stromproduktion und Warmwasserbereitung nutzen. Wenn sich die Sonne einmal nicht zeigt, übernimmt die Pellets-Brennwertheizung die Wärmeversorgung der 2.900 Quadratmeter großen Sporthalle. Durch die hocheffiziente Gebäudehülle ist der Wärmebedarf der neuen Halle jedoch vergleichsweise gering. Für absolute Spitzen wurde auch eine Gasheizung installiert, die jedoch nur sporadisch zum Einsatz kommt. Nur zwischen null und zehn Prozent des Jahreswärmebedarfs wird über den fossilen Energieträger Erdgas abgedeckt. Der Großteil wird von der zukunftsweisenden Pelletsheizung mit Brennwerttechnik bereitgestellt. Somit können in Hagenberg gegenüber dem reinen Erdgasbetrieb jährlich 19 Tonnen CO2 eingespart werden.
Genaue Aufzeichnungen über Effizienz
Das Energiesystem dieser modernen Mehrzweckhalle wird seit dem Betriebsstart genauestens aufgezeichnet und vermessen. Die Ergebnisse der Aufzeichnungen werden in den nächsten Jahren wichtige Erkenntnisse über den Brennstoffverbrauch und die Effizienz des gesamten Systems liefern.