Solarluftkollektoren: Mit der Sonne lüften

Donnerstag, 27. Oktober 2022 | Autor: Joachim Berner

Zwei Solarluftkollektoren für ein Wohnhaus Zwei Solarluftkollektoren für ein Wohnhaus Viel heiße Luft um nichts, heißt es normalerweise. Bei Solarluftkollektoren muss es heißen: Viel heiße Luft, die viel bringt.

Solarluftkollektoren funktionieren überall

Solarluftkollektoren können Gebäude effizient und günstig heizen, lüften und entfeuchten. Sie lassen sich vielseitig einsetzen – ob zum Heizen oder Kühlen, zum Lüften oder Trocknen, ob auf Dächern von Wohnhäusern und Berghütten oder als Fassade von Gewerbe- und Industriegebäuden. In den Alpen halten sie entlegene Berghütten über den Winter trocken, in Europa und Südamerika versorgen sie Ferien- und Wohnhäuser mit warmer Frischluft. Mit Solarluftkollektoren lassen sich außerdem land- und forstwirtschaftliche sowie industrielle Produkte günstig und ohne großen technischen Aufwand trocknen. Sie ähneln herkömmlichen Wasserkollektoren mit einem Absorber in einem wärmegedämmten und mit Glas abgedeckten Blechrahmen. Bei anderen Modellen handelt es sich um gelöcherte Absorberbleche, die sich vor Fassaden montiert lassen. Auf ihnen bilden sich bei Sonneneinstrahlung kleine Wärmepolster, die sich mit einem Lüfter durch die Löcher absaugen lassen.

So funktionieren die Solarluftkollektoren

Das Funktionsprinzip ist bei allen Typen das gleiche: Die Kollektoren ziehen Außenluft mit einem Ventilator an, erwärmen sie und blasen sie über ein isoliertes Rohr in das Gebäude. Dort nimmt der trockene Luftstrom die Feuchtigkeit auf und transportiert sie nach draußen. Gleichzeitig heizen die Sonnenfänger. Sie können die Außenlufttemperatur um bis zu 50 Grad Celsius erhöhen. Ist die gewünschte Raumtemperatur erreicht, schalten sie mit Hilfe eines Thermostats automatisch ab. Luft bietet als Wärmeträger einige Vorteile: Sie ist ungiftig und kostet nichts. Sie kann nicht einfrieren und unter normalen Druckverhältnissen nicht überhitzen. Deshalb muss man sich keine Gedanken über Maßnahmen zum Frost- oder Überhitzungsschutz machen. Lecke im Verteilsystem bleiben für die Bausubstanz folgenlos. Luft ist zwar kein optimaler Wärmespeicher, aber sie erwärmt sich schnell und lässt sich einfach verteilen.

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