Schweizer Pelletsproduktion
Die Schweizer Pelletsproduktion hat im vergangenen Jahr zugelegt – ebenso die Nachfrage. Das Potenzial ist aber bei weitem nicht ausgeschöpft.
Schweizer Pelletsproduktion wächst auf 257.000 Tonnen
332.000 Tonnen Pellets haben die Schweizer im vergangenen Jahr verbraucht, um ihre modernen Holzheizungen zu betreiben – neun Prozent mehr als im Vorjahr. 257.000 Tonnen Pellets stammten von einheimischen Herstellern. Sie konnten ihren Absatz damit um sechs Prozent gegenüber 2018 steigern. Mehr als drei Viertel des Gesamtverbrauchs stammten aus Schweizer Pelletsproduktion, zehn Prozent wurden aus Deutschland eingeführt, je sechs Prozent aus Frankreich und Österreich. “Aus Umweltsicht wichtig: Die Schweiz wie auch ihre Nachbarländer, aus denen der Import stammt, betreiben eine gesetzlich kontrollierte, nachhaltige Forstwirtschaft”, erklärt Martina Caminada, Geschäftsführerin des Branchenverbands proPellets.ch. Die Pellets würden aus den Holzresten der holzverarbeitenden Betriebe hergestellt. Das Heizen mit Pellets habe dank dem erneuerbaren Brennstoff und der sauberen Verbrennung eine sehr gute Ökobilanz.
Verband sieht in Altbauten ein großes Potenzial für Pelletsheizungen
Caminada erklärt den Rekord bei der Schweizer Pelletsproduktion mit dem Trend hin zu erneuerbaren Heizsystemen. Er sei in der Holzpelletsbranche stark zu spüren. So hätten die Heizungsverkäufe im vergangenen Jahr um zehn Prozent zugenommen. Trotz des starken Wachstums machen die 30.000 Pelletsheizungen in Schweizer Haushalten und Betrieben bislang jedoch nur einen kleinen Anteil aus. “Das Bundesamt für Energie rechnet vor, dass pro Jahr 30.000 Öl- und Gasheizungen ersetzt werden müssen, um bis 2050 Kohlendioxid-neutral zu sein”, beschreibt Caminada, wie hoch der Austausch für eine echte Wärmewende eigentlich ausfallen müsste. Insbesondere in Altbauten mit einem hohen Wärmebedarf würden Pelletsheizungen eine praktische Alternative zu fossilen Heizungen darstellen. “Hier liegt noch ein großes Potenzial brach.”