Scheitholz vorne: INFRO legt Analyse des deutschen Brennholzverbrauchs vor

Dienstag, 09. Juni 2020 | Autor: Joachim Berner

INFRO: Deutscher Brennholzverbrauch INFRO: Deutscher Brennholzverbrauch Deutsche Haushalte nutzen hauptsächlich Scheitholz, wenn sie mit dem natürlichen Brennstoff heizen. Das geht aus eine Befragung des Beratungsunternehmens INFRO hervor.

INFRO-Analyse: Brennholzverbrauch geht zurück

10.000 Haushalte hat INFRO nach ihrem Brennholzverbrauch befragt und Hochrechnungen analysiert. Das Ergebnis: In Deutschland wird vor allem mit Scheitholz geheizt. Allerdings legen Pelletsheizungen in der Verbrauchergunst zu. Ein weiteres Resultat: Viele der rund zehn Millionen Holzfeuerstätten in Deutschland werden der Befragung zufolge nicht mehr betrieben. Die aktuelle INFRO-Studie weist den Verbrauch privater Haushalte an Waldscheitholz für 2018 mit 18,2 Millionen Festmetern aus. Die Anzahl der Haushalte, die Scheitholz verfeuern, ging mit 4,3 Millionen gegenüber 2014 allerdings um rund 15 Prozent zurück. Als Ursache hierfür nennen die Experten die 1. Bundesimmissionsschutzverordnung. Sie verpflichtet die Betreiber von Altanlagen, strengere Grenzwerte unter anderem für Feinstaubemissionen einzuhalten.

Pelletsheizungen legen zu

Der emissionsarme Betrieb von Pelletsanlagen dürfte ein Grund sein, warum sich immer mehr Menschen in Deutschland für diese Art der Holzheizung entscheiden. “Austauschpflichten und eine attraktive Förderung des Bundes für Biomasseanlagen machen das Heizen mit Holz in modernen Holzheizkesseln und Pelletöfen zu einer vorzüglichen Lösung für erneuerbare Wärme”, erklärt Andreas Schütte, Geschäftsführer der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe. Das lässt sich an der INFRO-Analyse ablesen: Der Pelletsverbrauch stieg zwischen 2014 und 2018 von 2,3 auf 2,9 Millionen Festmeter. Insgesamt hat sich der Energieholzverbrauch in privaten Haushalten in der Zweit jedoch nicht wesentlich verändert. Er lag 2018 mit 28,2 Millionen Festmetern deutlich unter dem im kalten Winter 2010 verzeichneten Spitzenwert von 33,9 Millionen Festmetern. INFRO beleuchtet zudem die soziale Struktur der Brennholznutzer. Demnach ist Heizen mit Holz keine Frage des Einkommens: Egal, ob das Haushalts-Nettoeinkommen bei 1.000 oder 4.000 Euro liegt, der durchschnittliche Brennholzverbrauch unterscheidet sich kaum.

Sie können die Studie “Energieholzverwendung in privaten Haushalten 2018 – Marktvolumen und verwendete Sortimente” unter www.fnr.de/fileadmin/heizenmitholz/HH_2018_Teilbericht.pdf kostenlos herunterladen.

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