RIO Holzenergie verkauft drei Pelletswerke – eines bleibt übrig

Dienstag, 04. August 2015 | Autor: Joachim Berner

Am 30. Juli 2015 hat die Juwi-Gruppe bekannt gegeben , dass sie die beiden Pelletswerke ihrer Firmentochter RIO Holzenergie in Dotternhausen und Morbach an die EC Bioenergie-Gruppe verkauft hat. Die Holzpelletieranlage von RIO Holzenergie hat  Prinz-Eugen-Energiepark (PEE) zuvor bereits gekauft. Über den Kaufpreis haben beide Stillschweigen vereinbart. Die jährliche Produktskapazität des Werks liegt bei 30.000 Tonnen. Nun ist noch ein Pelletwerk übrig – und zwar das in Langelsheim.

Alle wollen das gleiche

Die Verkäufe an EC Bioenergie und Prinz-Eugen-Energiepark scheinen sich so sehr geähnelt zu haben, dass die Juwi-Verantwortlichen es nur für nötig befanden, in den Pressemitteilungen dazu die Firmennamen auszutauschen. So zitiert die aktuelle Medieninformation den EC Bioenergie-Geschäftsführer Thomas Bischof, dass er den “meisten Weksmitarbeitern vor Ort eine Weiterbeschäftigung anbieten” könne. Die gleichen Worte hatten die Medienverantwortlichen bereits eine Woche zuvor Ingo Töpfer in den Mund gelegt, dem Geschäftsführer der Prinz-Eugen-Energiepark-Mutterfirma Blue Investors. Auch am Zitat von Juwi Energielösungen-Geschäftsführer Robert Stoffers, der die Verkäufe begrüßt, sah man sich nicht zu Änderungen veranlasst.

Von vier bleibt noch eines

Das Pelletswerk in Morbach produziert seit 2007 mit einer Jahreskapazität von 16.000 Tonnen. Mit 30.000 Tonnen Produktionsleistung ist die Pelletsfertigung in Dotternhausen fast doppelt so groß. Juwi hat sie 2012 in Betrieb genommen. Mit den Übernahmen verbleibt die 60.000 Tonnen-Pelletsproduktion in Langelsheim als Letzte noch im Besitz der Juwi-Gruppe. Nach der Entscheidung, aus der Herstellung von Holzpellets auszusteigen, dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch dieses Werk verkauft wird. Man darf gespannt sein, wie der Geschäftsführer des neuen Eigentümers dann zitiert wird.

Juwi steigt aus Pelletsproduktion aus

Das Werk in Bad Arolsen hat die Juwi-Gruppe in den Jahren 2011 und 2012 errichtet und in Betrieb genommen. Die Juwi-Tochter RIO Holzenergie war bisher Alleineigentümerin. Seit Beginn 2013 hat eine andere Juwi-Tochter, Juwi Energielösungen, die Produktion geleitet. Im Zuge seiner Restrukturierung hatte der Juwi-Konzern entschieden, sich aus der Pelletsproduktion zurückzuziehen. “Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Blue Investors Gruppe ein Unternehmen gefunden haben, das den Betrieb der Holzpelletieranlage fortführen will. Das ist sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Kunden des Werks eine gute Nachricht”, sagt Juwi Energielösungen-Geschäftsführer Robert Stoffers.

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