Vier österreichische Partner entwickeln einen neuartigen Pellets-Stirling. Im Gegensatz zu Nachrüstlösungen für Biomassekessel, wie sie bislang meist vorgestellt wurden, haben sie den Brenner an die Anforderungen eines sehr heißen und partikelarmen Verbrennungsgases angepasst.
Pellets-Stirling erreicht Verbrennungsgastemperaturen von über 1.200 Grad Celsius
Ziel des StirBio-Vorhabens ist die Entwicklung einer 30-Kilowatt-Pelletsfeuerung, um damit einen integrierten 5-Kilowatt-Stirlingmotor betreiben zu können. Laut einer Veröffentlichung in der Juli-Ausgabe von Biobased Future, dem Biomasse-Mitteilungsblatt des österreichischen Technologieministeriums, ist den Entwicklungspartnern das mit einer bisher unerreichten elektrischen Effizienz gelungen. Testergebnisse würden zeigen, dass mit dem erarbeiteten Brennerkonzept und der eingesetzten Luftvorwärmung die erforderlichen hohen Verbrennungsgastemperaturen von über 1.200 Grad Celsius erreicht würden. Ein elektrischer Gesamtwirkungsgrad von 13,9 Prozent sei erzielt worden. Durch weitere Maßnahmen, wie einer weiter gesteigerten Luftvorwärmung sowie einem reduzierten Lambdawert, lasse sich bei dem Pellets-Stirling ein elektrischer Gesamtwirkungsgrad von über 20 Prozent verwirklichen.
Marktreife noch nicht erreicht
An dem Pellets-Stirling arbeiten das Kompetenzzentrum Bioenergy 2020+, die Stirlingfirma Frauscher Thermal Motors, der Holzkesselhersteller Hargassner und die Technische Universität Wien. Gemeinsam haben sie den Stirlingmotor, den Erhitzerwärmetauscher sowie den Pelletsbrenner entwickelt. Bis zur serienreifen Markttauglichkeit der gesamten Versuchsanlage sind laut der Ministeriumsveröffentlichung noch weitere Entwicklungsschritte erforderlich. Dabei gehe es um eine neuartige Verbrennungsregelung, die beständige Abdichtung der Anlagenkomponenten sowie eine Optimierung der thermodynamischen Parameter. Die Entwicklungsschritte seien mit einem entsprechenden Finanz- und Personaleinsatz lösbar, weshalb mit dem Pellets-Stirling-Projekt StirBio mittelfristig eine marktreife Pellets-KWK-Anlage zu erwarten sei.
Wohl nur ein weiterer, wohl mit öffentlichen Geldern unterstützter Versuch, ein solches Gerät ans Laufen zu bekommen.
Die Probleme wurden mit den verschiedenen gescheiterten Projekten zur genüge dokumentiert.
Erst wenn eine (zumindest angedachte) Lösung für alle Probleme vorhanden ist, sollte für ein solches Projekt nochmals Geld aufgeworfen werden.
Schon die Verbrennungstemperaturen von 1200°C (welche wohl direkt auf den Kopf des Motores geleitet werden solle) stellen ein nicht zu unterschätzendes Problem dar…
Viel Spass