Mit dem annähernd emissionsfreien Modell Pellwood hat das Deutsche Biomasseforschungszentrum einen bedeutenden Feuerungswettbewerb in den USA gewonnen. Bei der Pellet Stove Design Challenge vergleicht die Umweltinitiative Alliance for Green Heat die neuesten Prototypen von Pelletsöfen miteinander und zeichnet die besten Geräte aus.
Prüfgeräte können wenigen Staub nicht messen
Das deutsche DBFZ-Team Wittus um Projektleiter Ingo Hartmann setzte sich am Brookhaven National Labor des US-amerikanischen Energieministeriums gegen elf Mitbewerber durch. “Unser Team ist überglücklich, dass wir mit unserem emissionsfreien Pellwood in diesem Jahr in allen Jury-Kategorien punkten konnten”, sagt Hartmann, der den DBFZ-Forschungsschwerpunkt “Katalytische Emissionsminderung” leitet. Während des Wettbewerbs mussten die Prototypen eine Testprozedur durchlaufen und ihren Betrieb bei einer Vorführung demonstrieren. Außerdem galt es, die Jury bei einer mündlichen Präsentation zu überzeugen. Der Pellwood beeindruckte überzeugte mit äußerst niedrigen Kohlenmonoxid- und Staubwerten. Sie lagen größtenteils unterhalb der Nachweisgrenze der eingesetzten Messgeräte.
Ofen verbrennt Holzpellets in drei Phasen
Dass der Pellwood mit 13 Kilowatt Leistung kaum Schadstoffe ausstößt, liegt an der Kombination aus Sturzbrandofen und neu entwickeltem, zweistufigen Brenner sowie an dem integrierten Katalysator. In der ersten Phase verbrennt er die Holzpellets bei hohen Temperaturen und überführt sie in Brenngas. In der nächsten Phase verbrennen die Gase, bevor der vollständige Ausbrand im Sturzbrandofen stattfindet. Die Feinstaubwerte und CO-Emissionen des Pellwood fallen mit deutlich weniger als zehn Milligramm pro Kubikmeter beziehungsweise deutlich weniger 20 Milligramm pro Kubikmeter weit geringer aus als beispielsweise in der deutschen Bundesimmissionsschutzverordnung gefordert. Ähnlich niedrige Werte erzielt der Ofen, wenn er Scheitholz verbrennt. Zum Pellwood-Team bei der Pellet Stove Design Challenge gehörten die Firmen ETE Em Tech Engineering, SL Systemlösung Haustechnik, Specht Modulare Ofensysteme und Wittus – Fire by Design.
Interessanter Artikel. Wo kann man einen solchen Kamin ofen kaufen. Was kostet er. Besteht Fördermöglickeit?
Hallo Frau Helmhold,
den Ofen gibt es leider noch nicht zu kaufen. Es handelt sich um ein Entwicklungsprojekt. Doch auch die neusten Modelle einschlägiger Anbieter verbrennen Holz mit wenig Emissionen, vor allem, wenn es sich um Pelletsgeräte handelt. Informationen zu Förderungen finden Sie auf den Internetseiten des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle unter http://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Biomasse/biomasse_node.html.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim Berner