DEPV erwartet Marktbelebung und 400.000 Pelletsfeuerungen 2015

Freitag, 02. Januar 2015 | Autor: pelletshome

Mit 2,1 Mio. produzierten Tonnen (t) hat Deutschland im Jahr 2014 seine führende internationale Position als Hersteller von Holzpellets gefestigt. Im gleichen Zeitraum erfolgte ein Zuwachs an Pelletsfeuerungen auf insgesamt 358.000 Anlagen. Für 2015 geht der DEPV bei der Neuinstallation von Feuerungen von einer Marktbelebung im Bereich von 15 Prozent aus; bei der heimischen Pelletsproduktion prognostiziert der Branchenverband eine Steigerung von 10 Prozent.

Einfluss auf Produktion und Preis

Der ausgebliebene Winter 2013/14 hat die Pelletsproduktion in Deutschland im Vorjahr beeinflusst. Mit knapp 2,1 Mio. t lag die Produktion immer noch deutlich über dem rd. 1,8 Mio. t betragenden Verbrauch 2014. Der mit rd. 30 Prozent außergewöhnlich starke Rückgang gegenüber 2013 war auch dem hohen Zuwachsniveau der Vorjahre geschuldet.

Durchschnittlich kosteten im Jahr 2014 Pellets 258,34 EUR/t. Den Rückgang um gut 5 Prozent gegenüber dem Jahr 2013 (273,00 EUR/t) führt der DEPV auf die höhere Verfügbarkeit von Sägespänen zurück. Pellets wiesen gegenüber Heizöl im letzten Jahr im Durchschnitt einen Preisvorteil von rd. 32 Prozent auf.

Produktion und Handel von Holzpellets in Deutschland

Die Produktionskapazität für Holzpellets betrug im Jahr 2014 ca. 3,2 Mio. t. Hergestellt wurden 2,1 Mio. t Holzpresslinge. Hauptproduktionsgrundlage waren mit 89 Prozent Sägeresthölzer, d.h. die in Sägewerken anfallenden Späne und Hackschnitzel. Dass Qualität weiterhin im Fokus der Branche liegt, belegt die Quote von 97 Prozent Holzpellets, die aus ENplus-zertifizierten Produktionen stammen. Deutschland bleibt 2014 mit voraussichtlich über 250.000 t Überschuss eindeutig Nettoexporteur von Pellets, über 70.000 t mehr als im Vorjahr.

Pelletfeuerungen: DEPV rechnet mit 400.000 Anlagen am Jahresende

Anfang 2015 beziffert der DEPV deren Bestand in Deutschland auf 358.000 Anlagen. Davon ist der Großteil der typische Heizkessel für Ein- und Zweifamilienhäuser (Leistung < 50 kW), von dem rd. 231.000 Stück im Einsatz sind, auch wasserführende Pelletöfen. Diese Kessel haben im Jahr 2014 zusammen rd. 1 Mio. Tonnen Pellets verbraucht (Jahresverbrauch je Anlage: 4,3 t). Zudem gibt es rd. 116.500 Pelletskaminöfen in deutschen Wohnzimmern. Weiterhin gut nachgefragt werden größere Pelletsfeuerungen (Leistung > 50 kW), von denen es rd. 10.500 Anlagen in Deutschland gibt, die rd. 3.000 GWh Wärme bereitstellen.

Unterschiede in den Bundesländern

Bei der Verteilung der Pelletsfeuerungen in den Bundesländern hat sich im Jahr 2014 eine deutliche Verschiebung ergeben. In Bayern wurden gegenüber dem dortigen langjährigen Mittel (36 Prozent) im Jahr 2014 nur 27 Prozent der bundesweiten Anlagen installiert – in Baden-Württemberg dagegen 20,7 Prozent (+ 2,7 Prozent). Eine erfreuliche Entwicklung zeigen die östlichen Bundesländer, die 2014 einen Anteil von 13,5 Prozent an den bundesweit installierten Pelletheizungen einnehmen, eine Zunahme von über 7 Prozentpunkten gegenüber dem langjährigen Mittel (6,4 Prozent).

Der DEPV geht im laufenden Jahr 2015 von einer Marktbelebung im Bereich von rd. 15 Prozent aus, was 42.000 neue Anlagen hieße, was Ende des Jahres einem kumulierten Anlagenbestand von 400.000 Stück entsprechen würde.

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