Vertreter der Pelletsbranche haben mit dem südwestfälischen CDU-Europaabgeordneten Dr. Peter Liese bei einem Gespräch in Meschede über die Bedeutung der erneuerbaren Wärme auf europäischer Ebene und die Vorreiterrolle Deutschlands diskutiert. Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands (DEPV), hat dem Politiker über die aktuellen Bedingungen unterrichtet. Angesichts des riesigen Modernisierungsstaus in deutschen Heizungskellern sind die Perspektiven für einen Energiewechsel grundsätzlich gut. Dennoch hielten sich die Verbraucher zurück, wenn es darum geht, die alte Ölheizung durch eine moderne Pelletsheizung zu ersetzen. Die Verkaufszahlen bei erneuerbaren Energien am Wärmemarkt sind in den letzten Jahren durch ein regelmäßiges Auf-und-Ab gekennzeichnet gewesen, so Bentele. Diese Entwicklung wurde von Unternehmervertretern aus Nordrhein-Westfalen (NRW) bestätigt.

v.l. Christian Endler (Fa. Westfeuer, Coesfeld), Ulrich Baust (Pelletproduktion und Sägewerk Baust, Eslohe), Dr. Peter Liese, MdEP, Martin Behr (Holzenergie-Zentrum Olsberg), Martin Bentele (DEPV), Foto: peter-liese.de
Der Pelletabsatz müsse nach Einschätzung von Ulrich Baust (Pelletproduzent und Sägewerk, Eslohe) und Martin Behr (Holzenergiezentrum Olsberg) deutlich steigen. Kapazitäten seien vorhanden und der Pelletpreis konnte die Verbraucher mit einer sehr niedrigen Preissteigerungsrate unter Prozent in den letzten zehn Jahren überzeugen. Dabei haben die Branchenvertreter erläutert, dass viele Argumente für einen Heizungsaustausch sprechen. Neben den Kostenvorteilen und Einsparpotenzialen steht die Verfügbarkeit des heimischen Rohstoffes und seine CO2-Neutralität im Vordergrund. Um die Verbraucher in der Breite zu überzeugen, ist nach Einschätzung der DEPV-Vertreter ein verlässliches und kontinuierlich ausgestattetes Förderinstrument notwendig.
Dr. Liese hatte sich im europäischen Parlament für ein Förderkonzept zugunsten der erneuerbaren Wärme eingesetzt. Dies ist jetzt Teil des Ziels von 20 Prozent erneuerbarer Energien bis 2020. Liese versprach sich beim EU-Energiekommissar Oettinger weiter für den Vorrang von erneuerbaren Energien zu werben. Er sagt: „ Im Energiekonzept der Bundesregierung muss bis 2020 auch die Energiewende am Wärmemarkt geschafft werden. Dazu werden auch Pelletheizungen eine wichtige Rolle spielen.“