In Österreichs Haushalten steht die Biowärme auf Platz eins, wenn es um das Heizen geht. Nach kürzlich von Statistik Austria veröffentlichten Daten erreichte der Einsatz von Holzbrennstoffen in Hausheizungen und Fernwärmenetzen einen Anteil von 40 Prozent an der Raumwärmeversorgung. Abgeschlagen folgen Erdgas mit (22,1 Prozent) und Heizöl (20,6 Prozent). Das meldet der Österreichische Biomasse-Verband (ÖBV).
Biowärme hat Heizöl als wichtigsten Heizbrennstoff abgelöst
Vor zehn Jahren war Heizöl noch der wichtigste Energieträger für Österreichs Raumheizungen. Seitdem hat sich sein Beitrag nahezu halbiert. Im Vergleich zur vorherigen Erhebungsperiode 2011/12 hat sich die Zahl der Ölheizungen um etwa 80.000 Stück reduziert. “Die Entwicklung ist erfreulich”, sagt ÖBV-Präsident Josef Plank. Allerdings gelte es, noch 623.000 Ölheizungen auf erneuerbare Heizsysteme umzustellen. Er sieht die Gefahr, dass Haushalte angesichts des derzeit niedrigen Preises für den schwarzen Brennstoff in die Ölfalle tappen und sich durch einen von der Mineralölwirtschaft geförderten Kauf eines neuen Ölkessels langfristig binden. “Zieht der Ölpreis dann wieder an, ergibt sich ein gewaltiges Heizkostenproblem”, erklärt Plank.
Das Burgenland hält höchsten Anteil an Holzwärme
Im Bundesländervergleich weisen das Burgenland mit 48 Prozent, die Steiermark mit 45 Prozent und Kärnten mit 44,9 Prozent die höchsten Anteile von Biowärme auf (ohne biogene Fernwärme). Die geringste Bedeutung besitzen Holzbrennstoffe in den Haushalten Wiens (4,3 Prozent). Die Biowärme hat sich vor allem wegen neuer Holzenergie-Fernwärmenetze als Spitzenreiter etabliert. Der Anteil der von Heizkesseln und -öfen erzeugten Wärme dagegen ist in den vergangenen zehn Jahren sogar um 0,1 auf 18,6 Prozent gefallen. Die Summe der mit Solarthermie oder Wärmepumpen beheizten Haushalte hat sich in disem Zeitraum etwa verzehnfacht. Bei der erzeugten Wärmemenge kommen die beiden Heiztechnologien bislang auf einen Beitrag von 3,5 Prozent.