Für eine erfolgreiche Energiewende muss sich der Wärmemarkt ändern. „Wenn dies auf eine ökologisch wie auch ökonomisch effiziente Weise geschehen soll, wird die Politik an der modernen Holzenergie nicht vorbeikommen“, betont Andreas Lingner vom DEPV anlässlich einer neuen Informationsbroschüre zur Einsparung von Kohlenstoffdioxid. Mit Holzpellets betriebene Feuerungen könnten einen deutlich größeren Anteil CO2 einsparen, als bislang von der Bundesregierung berücksichtigt.
Das Problem
Am stagnierenden deutschen Heizungsmarkt kommen die erneuerbaren Energien kaum voran. Der DEPV befürchtet, dass die Bundesregierung bei der Ansteuerung ihres zentralen Zieles – der Treibhausgasreduktion – den falschen Weg beschreitet. „Wenn die Bundesregierung bis zum Jahr 2050 die Treibhausgasemissionen um 80 bis 95 Prozent senken und einen klimaneutralen Gebäudebestand erreichen will, wird es mit Energieeinsparungsmaßnahmen allein nicht getan sein“, sagt Lingner.
Die Lösung
Vielmehr müssten im Wärmemarkt fossile umfassend durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Dem DEPVVorsitzenden fehlen für diese Wärmewende deutliche Anreize der Politik wie auch eine entsprechende Kommunikation: „Anstatt bei der Heizungserneuerung auf fossile Brennwerttechnik zu setzen und diese zu fördern, muss die Botschaft lauten: Es lohnt sich, auf erneuerbare Wärmetechnologien und moderne Holzkessel umzusteigen. Nur dann können ambitionierte Klimaziele erreicht werden!“
Folgende Aussagen hinterlegt der DEPV mit Zahlen und Fakten in einem neuen Infoflyer:
Heizungstausch mit Holz spart mehr CO2 als jede andere Maßnahme: Der nahezu klimaneutrale Energieträger Holz ermöglicht eine sehr hohe CO-Einsparung gegenüber anderen Heizsystemen. So werden beim Austausch einer alten Ölheizung gegen eine Pelletheizung in einem durchschnittlichen Ein- bis Zweifamilienhaus jährlich rd. 8,5 Tonnen CO2 eingespart – das schafft sonst keine andere energetische Maßnahme im Haushalt!
Holzpotenzial für Zubau von Pelletsfeuerungen heimisch und nachhaltig verfügbar: Die heimische Rohstoffbasis ist für einen weiteren Ausbau vorhanden. Das Potenzial an Sägerestholz sowie an nichtsägefähigen Rundhölzern (zusammen rd. 23 Millionen Tonnen pro Jahr) liegt in Deutschland deutlich über dem, was 1 Million Pelletsfeuerungen im Jahr 2025 verbrauchen könnten (5,3 Millionen Tonnen). Pelletsimporte sind zum Ausbau nicht notwendig!
Einsparungsziele lassen sich alleine durch Zubau von Pelletsfeuerungen übertreffen: Ein Zuwachs von jährlich 60.000 Anlagen würde bis 2020 – zusammen mit dem Anlagenbestand – zu einer Jahreseinsparung von insgesamt rund 5,6 Millionen Tonnen CO2 führen und damit zu einer größeren Einsparung als bei der von der Bundesregierung aktuell beschlossenen zusätzlichen Treibhausgaseinsparung mit Energieeffizienzmaßnahmen (5,5 Millionen Tonnen)!
Mit modernen Holzfeuerungen kann am günstigsten CO2 eingespart werden: Wenn es um die CO2-Vermeidungskosten und die CO2-Fördereffizienz geht, sieht die moderne Holzenergie von allen Energieträgern am besten aus! Anreize und Fördermittel sind also aus ökologischer wie aus ökonomischer Sicht am effizientesten in automatische Holzheizungen investiert.
Der neue DEPV-Flyer „Klimaschutzziele mit moderner Holzenergie erreichen“ kann hier kostenlos als PDF heruntergeladen werden.