Klimawandel führt zu Dürresommer

Donnerstag, 30. August 2018 | Autor: Joachim Berner

Dürresommer 2018 Dürresommer 2018 Der Dürresommer in diesem Jahr brachte katastrophale Folgen für Natur und Landwirtschaft. Studien legen nahe, dass wir uns aufgrund des Klimawandels auf weitere trockenheiße Sommermonate in den kommenden Jahren einstellen müssen.

Dürresommer werden im Norden gemacht

Eine Blockadewetterlage nennen Meteorologen als Ursache für die extreme Trockenheit und Wärme in diesem Dürresommer. “Ein stabiles Hoch über Skandinavien lässt Tiefs abprallen und führt immer wieder warme und trockene Luft vom osteuropäischen Festland zu uns”, sagt Wetteronline-Experte Matthias Habel. Laut verschiedener Studien steige die Wahrscheinlichkeit für eine solche Wetterlage mit dem Klimawandel. Durch die Klimaerwärmung in den nördlichen Breiten schwinden Schnee und Eis in der Arktis. Fehlen sie, wird die Sonnenstrahlung nicht mehr reflektiert, sondern auf der Erdoberfläche in Wärme umgewandelt. Die Erwärmung der Arktis verstärkt sich dadurch und schreitet deutlich schneller voran als in den mittleren Breiten. Die Folge: Der Temperaturunterschied zwischen der Arktis und Mitteleuropa wird immer geringer, was die Blockadewetterlage zur Folge hat. Denn Tiefs entwickeln sich, um die Temperaturen auszugleichen. Auf ihrer Vorderseite schaufeln sie warme Luft nach Norden und auf ihrer Rückseite kalte Luft nach Süden. “Ist der Temperaturkontrast geringer, werden auch die Tiefdruckgebiete schwächer, sodass ein kräftiges Hoch sie leicht abblocken kann”, erklärt Habel.

Die Veränderung des Jetstreams lässt Hochdruckgebiete länger verweilen

Mit der Temperatur ändert sich auch der Jetstream, das Starkwindband, das die Tiefdruckgebiete wie auf einer Autobahn steuert. Er zieht sich in Wellen in den mittleren Breiten rund um den Globus. “Liegen wir im Wellental des Jetstreams, haben wir es mit vielen Tiefs zu tun, liegen wir im Wellenberg, dominiert der Hochdruckeinfluss”, erklärt Habel. Nach Prognosen verschiedener Klimamodelle wird der Jetstream aufgrund geringerer Temperaturgegensätze schwächer, Wellenberge und Wellentäler verlagern sich langsamer. Entsprechend seltener wechseln sie sich auch über Europa ab, so dass Hochs und Tiefs in Zukunft immer länger das gleiche Gebiet beeinflussen. “Positioniert sich der Wellenberg dauerhafter über uns, so hält er die Tiefdruckgebiete über einen größeren Zeitraum von uns fern”, sagt Wetterexperte Hebel – wie in diesem Dürresommer.

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