“Es kommt auf das richtige Verhältnis von Luftmenge und -druck an”

Mittwoch, 16. Januar 2013 | Autor: Joachim Berner

Damit Holzpellets mit möglichst wenig Abrieb und Staub im Lager der Kunden landen, braucht es spezielle Lieferfahrzeuge. Die österreichische Firma Tropper baut sie seit mehr als 15 Jahren. Im Interview mit Pelletshome.com beschreibt Verkaufsleiter Benedikt Tropper die Entwicklungen in der Fahrzeugtechnik in den vergangenen Jahren.

Wodurch unterscheiden sich Pellets-Silofahrzeuge hauptsächlich von anderen Schüttgut-Transportern?
Im Niederdruck-Ausblassystem und dass die Förderleitungen einen großen Querschnitt mit mindestens 100 Millimetern haben. Außerdem haben sie eine zentrale, meist unten liegende gerade Leitung, die wir in unsere Silos einbauen, damit keine Bögen vorhanden sind. Um den Staubanteil der Pellets gering zu halten, gilt es die Pellets  möglichst schonend auszutragen. Wir statten die Fahrzeuge mit einem Austragteller-System aus, so dass sich ein Luftpolster ausbilden kann, von dem die Pellets schonend in das Austragrohr fließen können. Pellets werden mit etwa 15 Kubikmeter Luft pro Minute ausgeblasen.

Wie schaffen Sie es bei Ihren Fahrzeugen, die Brennstofflager möglichst schnell füllen zu können und gleichzeitig die Pellets schonend einzublasen?
Ein gutes, bewährtes Austragsystem im Siloaufbau ist wichtig, damit Pellets sehr schonend und mit viel Luft ausgeblasen werden. Nicht der Druck ist entscheidend, sondern die Luftmenge.

Was waren die wichtigsten Fortschritte in der Fahrzeugtechnik in den vergangenen Jahren?
Wir haben bereits 1996 die ersten On-Board-Verwiegungen in die Fahrzeuge eingebaut. Dabei handelt es sich um geeichte Wiegesysteme mit einer hohen Genauigkeit. Sie sind mit einem Neigungskompensator ausgestattet, der die Schrägstellung des Fahrzeugs berücksichtigt. Wir haben außerdem Funkfernsteuerungen eingebaut, weil der Fahrer, wenn er am Fahrzeug steht, nicht sehen kann, wann  der Pelletsbehälter gefüllt ist. Mit der Funkfernsteuerung kann er beim Bunker stehen und das Einblasen rechtzeitig stoppen, um ein Überfüllen des Pelletsbunkers zu verhindern. Außerdem kann er über die Fernsteuerung die genaue Abgabemenge steuern. Neu sind Leermelder in den Kammern der Fahrzeugsilos. Sie verhindern einen Luftüberschwall im Pelletsbunker, dadurch dass sie automatisch das Ausblasen stoppen, bevor eine Kammer im Fahrzeug komplett leer geblasen ist.

Wo sehen Sie weiteres Verbesserungspotenzial?
In der zentralen Datendokumentation und im Zusammenschluss aller betriebsinternen Computergeräte einschließlich der Soft- und Hardware am Pelletsfahrzeug.

Gibt es ein System, das den Pelletsfluss automatisch stoppt, bevor das Lager überfüllt wird?
Das gibt es im Moment noch nicht. Hier wäre es wichtig, ein einheitliches System bei den Siloanlagen der Haushalte zu haben. Im Moment liegt es am Fahrer: Er muss den Füllstand im Pelletslager beobachten und dann zum richtigen Zeitpunkt den Befüllvorgang mit seiner Funkfernbedienung stoppen.

Worauf sollten Verbraucher achten, wenn sie die Pellets einblasen lassen?
Vor allem sollten sie darauf achten, dass die Zugänglichkeit zu ihrem Lager für den Lieferanten gegeben ist und dass er seine Befüllleitungen mit möglichst wenig Bögen auslegen kann oder wenn Bögen nötig sind, dann mit möglichst großen Radien. Die Befüllleitungen müssen gut geerdet sein und die Absaugleitung sollte über der Befüllleitung liegen.

In welcher Bandbreite die Liefermenge betreffend bieten Sie Pellets-Silofahrzeuge an?
Von Siloaufbauten ab fünf Kubikmeter auf 2-Achs-LKW, bis zu Siloaufbauten mit 37 Kubikmeter auf 4-Achs-LKW beziehungsweise Siloanhängern. Außerdem liefern wir noch größere Siloaufbauten auf Sattelaufliegern sowie Siloanhänger. Wir sind diesbezüglich flexibel und können auf die Kundenwünsche was Länge, Höhe und Breite betrifft eingehen.

Welche Bedeutung hat die Pelletsbranche für Ihr Geschäft?
Eine sehr wichtige, da wir das erste reine Pellets-Transportfahrzeug bereits 1996 gebaut haben und seither das Pellets-Silofahrzeug immer mehr optimiert haben. Wir können von uns behaupten, richtungsweisende Grundsteine für die gesamte Pellets-Transporterbranche gelegt zu haben.

Wo kommen Ihre Kunden hauptsächlich her?
Die meisten kommen aus  Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich. Wir liefern aber in den gesamten europäischen Raum und darüber hinaus: Einen Siloaufbau haben wir sogar schon nach Chile geliefert.

Weitere Informationen: www.tropper.at

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2 Kommentare

  1. Jean berscid sagt:

    hallo Sehr geehrte Herren habe mal kurz eine frage wie kann man pellets mit lkw einbasen wären 6m möglich würde mich auf eine kleine antwort freuen mit freundlichen grüssen. danke schön

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