Ein innovatives Fördermodell bringt die Nachfrage nach Pellets in England in Bewegung. Das meldet der österreichische Verband proPellets Austria. Das Förderprogramm “Renewable Heat Incentive” zahlt demnach Einspeisetarife für erneuerbare Wärme.
Innerhalb der ersten fünf Monate nach Einführung des neuen Fördermodells seien bereits Heizungsprojekte mit einer Gesamtleistung von 230 Megawatt zur Förderung eingereicht worden. Von der Förderinitiative würden besonders österreichische Kesselhersteller profitieren, da sie in England gut positioniert seien. Im Forest Energy Monitor publizierte Zahlen zeigen, dass das Fördermodell in erster Linie zur Installation von Pellets- und Hackgutanlagen führt. Auf sie entfallen 90 Prozent der eingereichten Leistung.
Um die Wärmevergütung berechnen zu können, muss ein Wärmemengenzähler messen, wie viel Wärme eine Anlage produziert hat. Pro Kilowattstunde gibt es bei Anlagen bis 200 Kilowatt Leistung 20 Jahre lang zehn Eurocents an Förderung. Größere Anlagen bekommen sechs Eurocents. “Obwohl die Förderung niedriger ist als die Einspeiseförderungen für diverse Formen von Ökostrom, wird sie bei den aktuellen Pelletkosten von 5 Cent pro kWh den Nutzern ermöglichen, mehr als die jährlich anfallenden Brennstoffkosten durch die Förderung abzudecken”, schreibt proPellet Austria. Derzeit steht die Renewable Heat Incentive nur für gewerbliche Anlagen zur Verfügung. Ab dem kommenden Jahr sollen auch Haushaltsgeräte gefördert werden. Durch die in den ersten fünf Monaten neu initiierten Projekte wird sich die Nachfrage nach Pellets laut des österreichischen Branchenverbands im englischen Wärmemarkt von derzeit unter 100.000 Tonnen mehr als verdoppeln.