Pelletsbrennwerttechnik von Solarfocus
Ökofen bietet die Pelletsbrennwerttechnik schon lange an, Fröling schon eine Weile. Bei der IFH/Intherm präsentierten nun auch Hargassner, KWB, Solarfocus und Windhager ihre Kessel mit Abgaskondensation.
Bund fördert Pelletsbrennwerttechnik
Ein zusätzliche Bonus im Marktanreizprogramm hat die Pelletsbrennwerttechnik in Deutschland attraktiv gemacht und die Nachfrage steigen lassen. An einigen Messeständen in Nürnberg waren zusätzliche Boxen an den Kesseln zu sehen. Bei KWB beispielsweise. Der Easyfire CC4 nutzt die Energie aus der Abgasluft über einen Zusatzwärmetauscher an der Rückseite. Bei Hargassner hängt der Kondensationswärmetauscher an der Seite des Nano-PK Plus. Die Brennwertmodule lassen sich bei den meisten Anbietern nachrüsten, so zum Beispiel beim Pellet Elegance von Solarfocus. Gleiches gilt für den Biowin2 Plus von Windhager. Er unterscheidet sich von anderen Brennwertgeräten durch seine intelligente Spülfunktion. Sie besteht aus zwei voneinander unabhängigen Spülkreisläufen, die laufend überwacht werden und nur dann starten, um die Nachheizflächen zu reinigen, wenn es die Betriebsweise des Kessels erfordert.
Wärme aus dem Abgas
Als alten Hut statt als Newcomer lässt sich die Pelletsbrennwerttechnik bei Ökofen bezeichnen – und als Verkaufsschlager. Im vergangenen Jahr lag ihr Anteil am Gesamtabsatz nach Firmenangabe bei über 50 Prozent. Die Messe in Nürnberg nutzte das Unternehmen, um 15 Jahre Pelletsbrennwerttechnik zu feiern. Dank der neuen Twin-Baureihe kann die Firma nun Brennwertkessel in Kaskadenschaltung mit bis zu 512 Kilowatt Leistung anbieten. Brennwertkessel heizen deshalb effizient, weil sie die im Wasserdampf des Abgases enthaltene Wärme nutzen. Während sie bei Niedertemperaturkessel ungenutzt durch den Schornstein verschwindet, kann sie ein Brennwertgerät für die Heizung gewinnen. Dazu wird das Abgas über einen vom Heizungsrücklauf durchflossenen Wärmetauscher im Kessel geleitet, an dem der Wasserdampf kondensiert und dabei seine Wärme abgibt. Die Anbieter von Pelletsbrennwerttechnik versprechen Wirkungsgrade zwischen 104 und 107 Prozent.