Erdüberlastungstag: Konsumgesellschaften leben nicht nachhaltig

Donnerstag, 03. Mai 2018 | Autor: Joachim Berner

Erdüberlastungstag Erdüberlastungstag Der 2. Mai war der Erdüberlastungstag. Wäre der Ressourcenverbrauch der Weltbevölkerung so groß wie in Deutschland, dann hätte sie schon bis zu diesem Zeitpunkt die regenerierbaren Vorräte verbraucht, die ihr für das gesamte Jahr zur Verfügung stehen. Darauf weisen Umweltorgansationen hin.

Globaler Erdüberlastungstag wird im August erreicht

Die Menschen hierzulande leben ab dem 2. Mai daher auf Kosten kommender Generationen und der Menschen im globalen Süden, die deutlich weniger verbrauchen, aber stärker von den ökologischen Folgen betroffen sind. “Um einen solchen Verbrauch nachhaltig zu decken, bräuchten wir drei Erden”, schreiben Germanwatch, INKOTA und das Global Footprínt Network in einer gemeinsamen Presseerklärung. Zum Vergleich: Bei einem weltweiten Ressourcenverbrauch wie heute in den USA bräuchte es fünf Erden, bei einem wie in China 2,2 und wie in Frankreich 2,8. Die gesamte Weltbevölkerung bräuchte 1,7 Erden, um den globalen Bedarf an natürlichen Rohstoffen wie Ackerland und Wäldern nachhaltig zu decken. Der globale Erdüberlastungstag wird im August erwartet.

UN-Daten dienen als Berechnungsgrundlage

“Der Erdüberlastungstag zeigt, dass wir schnell unseren Kohlendioxidausstoß verringern müssen, der in Deutschland seit 2009 nicht mehr gesunken ist”, sagt Julia Otten von Germanwatch. Vor allem bei den Emissionen aus der Energieversorgung und dem Verkehr bestehe dringender Handlungsbedarf. Darüber hinaus seien der enorme Flächenbedarf für die Fleischproduktion sowie die Überlastung der Böden durch den Düngemitteleinsatz in der industriellen Landwirtschaft zentrale Faktoren, die laut Germanwatch unseren Planeten überfordern. Der Erdüberlastungstag wird vom Global Footprint Network mit UN-Daten errechnet. Bei der Berechnung werden zwei Größen gegenübergestellt: zum einen die biologische Kapazität der Erde, Ressourcen aufzubauen und Abfälle wie Kohlendioxidemissionen aufzunehmen (Biokapazität), zum anderen der gesamte Bedarf an nutzbaren natürlichen Ressourcen wie Wäldern, Ackerland und Flächen, den die Menschen für ihre derzeitige Lebens- und Wirtschaftsweise brauchen (ökologischer Fußabdruck).

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