ENplus Pellets-Norm
Die hohe Nachfrage nach der ENplus-Zertifizierung führt leider auch dazu, dass das Zeichen zunehmend von nicht zertifizierten Unternehmen missbräuchlich zu Werbezwecken verwendet wird. Insbesondere wird im Internet oder in E-Mails damit geworben. Auch gefälschte Zertifikate wurden schon in Umlauf gebracht. Geschäftsführer Martin Bentele vom DEPI empfiehlt Pelletkäufern daher, erstens beim Kauf von Holzpellets nicht auf verdächtig niedrige Preise hereinzufallen.
ENplus-Missbrauch bedeutet minderwertige Ware
Die Ware der Unternehmen, die ENplus-Missbrauch betreiben, ist häufig minderwertig. Zweitens sollte immer überprüft werden, ob das Unternehmen wirklich nach ENplus zertifiziert ist. Eine Liste mit allen Produzenten und Händlern in Deutschland und deren eindeutig zuordenbaren IDNummern gibt es unter www.enplus-pellets.de. Kommt die Ware aus dem Ausland, kann die ID-Nummer unter www.enplus-pellets.eu geprüft werden. Aktuell werden in Deutschland zwei Fälle von Zeichenmissbrauch juristisch verfolgt. In beiden Fällen besteht eine einstweilige Verfügung gegen die Verwendung des ENplus-Zeichens.
Weltweite Verbrauchersicherheit durch ENplus
Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Internationalisierung wird Pelletqualität durch das ENplusZeichen auch über die Grenzen vergleichbar. Deutschland ist weiter Pellet-Nettoexporteur, doch auch in Ländern wie Italien, Österreich und Frankreich, wo sie ebenfalls fast ausschließlich zur Wärmeerzeugung genutzt werden, sind die Presslinge auf dem Vormarsch. Die Produktion von Pellets (inkl. sog. Industriepellets zur Stromerzeugung) stieg 2014 weltweit gegenüber dem Vorjahr um ca. 8 Prozent auf rd. 25,5 Mio. Tonnen (t) an, wobei zwei Drittel in Europa produziert wurden, gefolgt von Nordamerika sowie Russland.
ENplus-Zertifizierung verbreitet sich
2014 sind ca. ein Viertel der weltweit produzierten Pellets (6,5 Mio. t) ENplus-zertifiziert. Das ist ein Wachstum von ca. 58 Prozent zum Vorjahr. Deutschland ist mit einem Anteil von einem Drittel der bedeutendste Produzent von ENplus-Pellets. Weltweit sind heute 200 Produzenten zertifiziert (2013: 120). Gemanagt wird die ENplus-Zeichennutzung vom European Pellet Council (EPC), der internationalen Vereinigung der Pelletverbände, das beim europäischen Biomasseverband AEBIOM (Brüssel) angesiedelt ist.