Um 31 Prozent kann der energetische Endverbrauch von Bioenergie in Österreich bis 2020 erhöht werden. Das hat der Österreichische Biomasse-Verband (ÖBV) errechnet. “Insbesondere am Wärmemarkt ist in Österreich viel Spielraum nach oben vorhanden und deshalb eine Energiewende beim Heizen ein Gebot der Stunde”, sagt ÖBV-Vorsitzender Horst Jauschnegg. Um das Biowärme-Ausbaupotenzial in den Markt bringen zu können, müssten bis 2020 zusätzlich Biowärmeanlagen mit einer thermischen Leistung von rund fünf Gigawatt installiert werden. “2009 waren 738.666 Ölheizungen installiert. Bis 2020 sind etwa drei Viertel davon durch Biomasse-Heizanlagen ersetzbar”, sagt Jauschnegg.
Damit das gelingen könne, seien konstante und verlässliche Rahmenbedingungen bei den Bundes- und Landesförderungen sowie flankierende Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung erforderlich. Für die Finanzierung der Energiewende empfiehlt der Österreichische Biomasse-Verband eine CO2-Steuer, eine fossile Ressourcenabgabe und eine langfristigen sowie bundesweit einheitliche Förderaktion für Biomassekleinfeuerungen des Klima- und Energiefonds. Seine Ziele für den Ausbau der Bioenergie hat der Verband in der Broschüre Bioenergie 2020 zusammengefasst. Sie können Sie im Internet kostenlos herunterladen unter www.biomasseverband.at