Digitaler Wärmeatlas hilft bei der Gebäudeplanung

Dienstag, 24. Juni 2014 | Autor: Joachim Berner

Ein gebäudescharfer digitaler Wärmeatlas für den gesamten deutschen Wohngebäudebestand soll Bedarfs- und Potenzialanalysen in Kommunen verbessern. Sie sind ein etabliertes Planungsinstrument, doch die Bandbreite der eingesetzten Methoden ist so groß, dass ein Vergleich der Ergebnisse oft nicht möglich ist. Dabei bilden sie eine der Grundlagen für Versorgungskonzepte und Klimaschutzmaßnahmen.

Digitaler Wärmeatlas veranschaulicht Wärmebedarf

Der Wärmeatlas Deutschland der GEF Ingenieur AG macht es möglich, den Wärmebedarf für Wohngebäude auf Bundesebene räumlich hoch aufgelöst abzubilden und zu modellieren. Das Ergebnis ist eine für alle Bundesländer einheitliche und vergleichbare Grundlage, mit der sich Fragen des Klimaschutzes, der Energieplanung oder der Wärmeversorgung in Quartieren bearbeiten lassen. Dazu haben die Projektpartner gebäudespezifische und energierelevante Informationen ermittelt und in einer umfangreichen Datenbank gespeichert. Sie modellierten den Wärmebedarf anhand flächenspezifischer Energiekennwertet. Mit einem Geoinformationssystem können die Ergebnisse der Wärmebedarfsermittlung visualisiert und mit räumlichen Analysen verbunden werden. Die Ergebnisse lassen sich auf Quartiers- und Stadtebene sowie für ein Bundesland darstellen.

Datenbank umfasst 95 Prozent des Bestandes an Wohngebäuden

Voraussetzung für die Abbildung des Wärmebedarfs in einem Geoinformationssystem war, dass die erforderlichen Informationen zum Gebäudebestand als Geodaten mit einem entsprechenden Raumbezug flächendeckend für Deutschland vorliegen. Als Grundlage dienen für den digitalen Wärmeatlas amtliche Hauskoordinaten – Hausumringe genannt – der Automatisierten Liegenschaftskarte und der Digitalen Flurkarte in Bayern. Sie beschreiben die Gebäudegrundrisse als flächenhafte Objekte und basieren auf individuellen Vermessungen der lokalen Vermessungsämter. Zusätzlich zu den 49 Millionen Hausumringen sind im Wärmeatlas 19 Millionen geocodierte Adressdaten eingebunden und um Haushalts- und Bevölkerungszahlen ergänzt. Diese Datenbasis deckt 95 Prozent des aktuellen Wohngebäudebestands in Deutschland ab.

Weitere Informationen: www.geomer.de

Bewerten Sie diesen Beitrag

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
Schlagworte: , ,

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre persönlichen Daten

Ihr Kommentar

Sie haben News für die Pellets-Branche?

Senden Sie diese an news@pelletshome.com

Newsletter
Bleiben Sie immer up to date. jetzt Newsletter abon­nie­ren

schnell und einfach den richtigen Pelletofen finden!

zum Produktfinder

zur Navigation Sprache wählen: Home | Sitemap | Italiano

Hauptmenü:

Diese Seite verwendet Cookies, die für eine uneingeschränkte Nutzung der Website nötig sind. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Website finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Dort kann auch der Verwendung von Cookies widersagt werden.
Akzeptieren