Hackschnitzelpreise im dritten Quartal 2023
In Deutschland haben sich die Hackschnitzelpreise im dritten Quartal 2023 kaum verändert. Sie sind fast wieder beim Vorkriegsniveau angekommen. Das teilt das Deutsche Pelletinstitut mit.
Hackschnitzelpreise im dritten Quartal 2023
Angebot und Nachfrage sorgen laut dem Deutschen Pelletinstitut (DEPI) für stabile Preise. Das Interesse an Rundholz werde durch die schleppende Baukonjunktur eher gebremst. Dadurch würden weniger minderwertige Koppelprodukte im Wald anfallen, die zu Hackschnitzeln weiterverarbeitet werden können. Schäden durch Borkenkäfer scheinen sich aus dem nördlichen Mittelgebirge weiter nach Süden zu verlagern. Die Hackschnitzelgewinnung aus befallenen Hölzern stellt eine effektive Waldschutzmaßnahme mit doppeltem Nutzen dar: Einerseits wird die Ausbreitung des Käfers gebremst und andererseits fossile Brennstoffe wie Öl und Gas ersetzt. Hackschnitzel der Qualitätsklasse A2 für mittelgroße Heizanlagen kosten durchschnittlich 26,72 Euro pro Schüttraummeter netto netto oder 3,27 Cent pro Kilowattstunde bei einer Abnahmemenge von 80 Schüttraummetern. Das DEPI rät zum Kauf von Hackschnitzeln mit dem ENplus-Siegel, das eine einheitliche Brennstoffqualität und damit einen reibungslosen und komfortablen emissionsarmen Heizungsbetrieb gewährleistet.
Der DEPI-Hackschnitzelpreis kurz erklärt
Das DEPI erhebt die Hackschnitzelpreise quartalsweise. Der Erhebungszeitraum endet am 15. des dritten Monats des laufenden Quartals. Er bezeichnet den Netto-Durchschnittspreis in Deutschland für einen Schüttraummeter der jeweiligen Qualitätsklasse. Die Qualitätsklasse A1 ist angelehnt an die Qualitätsklasse ENplus A1 (Wassergehalt ≤ 15 m-%, Aschegehalt ≤ 1,5 m-%, Feinanteil ≤ 5 m-%). Die Qualitätsklasse A2 entspricht der Qualitätsklasse ENplus A2 (Wassergehalt 20-35 m-%, Aschegehalt ≤ 2,5 m-%, Feinanteil ≤ 8 m-%) und die Qualitätsklasse B der Qualitätsklasse ENplusB (Wassergehalt ≥ 35 m-%, Aschegehalt ≤ 5 m-%, Feinanteil ≤ 10 m-%).