Wir trauern um Hermann Scheer, einen außergewöhnlichen Menschen und Politiker. Der Präsident der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien Eurosolar und Vorsitzende des World Council for Renewable Energy, Träger des Alternativen Nobelpreises, Abgeordneter des Deutschen Bundestags, ist am 14. Oktober 2010 in Berlin gestorben. Er wurde 66 Jahre alt. Sein plötzlicher Tod erschüttert alle – weit über die Grenzen Deutschlands hinaus.
Am 16. November hätte Hermann Scheer bei einer Veranstaltung mit dem Österreichischen Biomasse-Verband in Wien sein letztes Buch – „Der energet(h)ische Imperativ“ – vorstellen sollen. Dabei wäre auch die Publikation „100 Prozent“ des Biomasse-Verbandes mit einem Aufsatz des Politikers zum Thema „Energiewende: eine zwingende Aufgabe für Politik und Zivilgesellschaft“ präsentiert worden. Ein Buch, das nun im Gedenken an Hermann Scheer erscheinen wird.
Hermann Scheer hat eine große Lebensleistung vollbracht. Ihm sind beispielhafte Fortschritte zu verdanken, die weltweit in eine umweltgerechte Energieversorgung aus erneuerbaren Energien ohne fossile Quellen und Atomenergie führen. Sein unverrückbares Ziel, die Energiewende zu beschleunigen, wird Wirklichkeit werden, weil er mit seinem Kenntnisreichtum, seinem logischen Denken und seiner Begeisterungsfähigkeit viele Menschen überzeugen und mitreißen konnte.
Sein Lebenswerk, das er mit Tatkraft und mit Weitblick unbeirrt und unerschrocken verfolgt und verwirklicht hat, werden auf der Basis des von ihm Geschaffenen viele Menschen auf der ganzen Welt in seinem Sinne fortführen – so auch der Österreichische Biomasse-Verband, der den „Solarpapst“ immer wieder zu Vorträgen nach Österreich geladen hatte. Der Österreichische Biomasse-Verband verneigt sich vor einem der größten Akteure der weltweiten erneuerbaren Energieszene. Unser Mitgefühl gilt der Familie sowie engen Freunden, Mitarbeitern und Weggefährten Hermann Scheers.