Kaminofen richtig anheizen
Wer seinen Kaminofen zuhause möglichst emissionsarm betreiben will, sollte auf einige wichtige Punkte achten. Das gilt auch für Art und Lagerung von Holzscheiten. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat die Informationen zusammengefasst.
1. Qualität und Größe der Holzscheite müssen stimmen
- Der Wassergehalt im Scheitholz sollte zwischen zehn und 20 Prozent liegen. Um den Wert kontrollieren zu können, rät die DUH zum Kauf eines Holzfeuchtemessgeräts.
- Hartholz gegenüber Weichholz bevorzugen.
- Die Scheite weisen am besten einen Durchmesser von sechs bis zwölf Zentimeter bei einem Umfang von 20 bis 30 Zentimeter auf. Kleinere Scheite nur zum Anheizen verwenden.
- Es darf nur unbehandeltes, nicht schimmeliges oder durch Erde oder Staub verschmutztes Holz verfeuert werden.
- Scheitholz sollte gut belüftet und gegen Niederschlag von oben geschützt gelagert werden.
2. Das Holz im Kaminofen richtig anzünden
- Anzündhilfen anstelle von Papier verwenden, zum Beispiel in Wachs getränkte Holzwolle oder Paraffin-Holzfaserblöcke.
- Alle Luftklappen am Ofen öffnen. Die Primärluft (Rostluft) erst schließen, wenn die Verbrennung in vollem Gange ist.
- Bei den meisten Anlagen empfiehlt es sich, das Holz von oben anzünden.
3. Die richtige Menge Holz nachlegen
- Der richtige Zeitpunkt zum Nachlegen ist der, wenn die sichtbaren gelben Flammen kurz vorm Erlöschen sind und noch ausreichend Glut vorhanden ist.
- Ein leicht nachzurüstendes Abgasthermometer verrät den richtigen Zeitpunkt: dann, wenn die Temperatur stark absinkt.
- Den Kaminofen nicht überladen. Lieber häufiger kleine Holzmengen nachlegen – je nach Größe des Ofens zwei bis vier Scheite. Möglichst eine Lage mit Kontakt zum Glutbett und kleinen Abständen zwischen den Scheiten und den Wänden.
- Die Ofentür langsam öffnen, um Rauch im Innenraum zu vermeiden.
4. Den Kaminofen rechtzeitig warten
- Türdichtungen, Feuerraumauskleidung und Rost regelmäßig prüfen und defekte Teile austauschen lassen.
- Schornstein regelmäßig reinigen lassen.