Der deutsche Bundesverband Bioenergie (BBE) verwahrt sich gegen Forderungen von Funktionären der Holz verarbeitenden Industrie, die Förderung der energetischen Holznutzung zu drosseln. „Es gibt keine Engpässe in der Holzversorgung und wird sie auch mittelfristig nicht geben, wenn man bereit ist, den Waldbauern faire Preise für gute Ware zu zahlen“, antwortet BBE-Vorsitzender Helmut Lamp auf eine Presseerklärung des Verbands der Holzwerkstoffindustrie vom 18. März 2010, in der dieser Engpässe und steigende Holzpreise durch die Holzverbrennung anprangert.
“Die Holzenergie bewahrt das Holzpreisniveau vor einem Absturz ins Bodenlose und sichere somit die Existenz der Waldwirtschaft”, meint dagegen Lamp. Da faire Holzpreise am wirkungsvollsten Aufforstungen forcieren würden, sei die Bioenergie förderlich für den Erhalt und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder in Deutschland.
Lamp fordert, die Holzenergie-Potenziale zu erweitern. Dazu sei eine Änderung des Bundeswaldgesetzes nötig, damit Schnellwuchsplantagen und Agroforstsysteme zukünftig nicht mehr als Wald, sondern als landwirtschaftliche Nutzfläche deklariert würden. Außerdem verlangt er nach öffentlichen Unterstützungsmaßnahmen für kleine Privatwaldbesitzer.