Alb-Donau-Kreis: Schulzentrum Allmendingen
Im schwäbischen Alb-Donau-Kreis nahe Ulm spielt Wärme aus Holzenergie eine große Rolle. Darauf verweist der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband.
Menschen im Alb-Donau-Kreis heizen mit Holz
Der Alb-Donau-Kreis kann mit einer imposanten Zahl aufwarten: Von den rund 82.500 betriebenen Kaminöfen und Zentralheizungen werden über die Hälfte mit Holz befeuert. Der Anteil der mit Hackschnitzel, Pellets und Scheitholz betriebenen Heizkessel am Zentralheizungsbestand beträgt 7,5 Prozent. Eine der Pelletsheizungen steht im großen Schulzentrum in Allmendingen. Bürgermeister Florian Teichmann (Im Foto links) erläutert, dass der Wärmebedarf durch zusätzliche Effizienzmaßnahmen deutlich gesenkt werden konnte. “Der Jahresverbrauch an den kleinen Holzpresslingen beträgt aktuell 125 Tonnen, die mit fünf Ladungen angeliefert werden.” Damit sei der Brennstoff für die Anlage zwar etwas teurer als Hackschnitzel, der Betrieb dafür komfortabler. Die Gemeinde plant eine auf das anliegende Baugebiet ausgedehnte Nahwärmelösung.
Schulen im Alb-Donau-Kreis setzen auf klimafreundliche Holzenergie
Auch das Johann-Vanotti-Gymnasium in der Nachbargemeinde Ehingen heizt mit Holz. Die 2008 eingebaute Hackschnitzelheizung versorgt zudem einen Kindergarten, eine Kaufmännische Schule, das Rathaus und eine Sporthalle. Dass die Entscheidung für den nachwachsenden Rohstoff Holz kein Zufall war, bestätigt Landrat Heiner Scheffold (im Foto zweiter von rechts). “Die benötigten Hackschnitzel kommen aus einem Umkreis von 30 Kilometern und werden in der Heizsaison wöchentlich etwa zweimal angeliefert”, erklärt der studierte Diplom-Forstwirt. Das Johann-Vanotti-Gymnasium war der Auftakt für die Wärmewende in der Region: Mittlerweile werden sämtliche Schulen im im Alb-Donau-Kreis mit Hackschnitzeln oder Pellets beheizt.