Christian Rakos (links) und Niki Berlakovich
Der österreichische Umweltminister Nikolaus Berlakovich hat am 16. Januar 2013 die 100.000ste Pelletsheizung des Landes in Betrieb genommen. Mit 12,5 Pelletsheizungen pro 1.000 Einwohner liegt Österreich im europäischen Vergleich an erster Stelle vor Dänemark (11,8), Schweden (11,1), Finnland (4,7) und Deutschland (2,3). Durch den Verbrauch von derzeit 810.000 Tonnen Pellets verringert das Land seine Kohlendioxid-Emissionen im Vergleich zu Heizöl um über eine Million Tonnen. “Neben den positiven Auswirkungen auf die Umweltbilanz und der heimischen Wertschöpfung, leisten Pelletheizungen auch einen Beitrag zur Energieautarkie, sagt Christan Rakos, Geschäftsführer von proPellets Austria und Präsident des europäischen Pelletverbands.
Kaum eine andere österreichische Technologie hat in den vergangenen Jahren den Weltmarkt so erobert wie die Pelletheiztechnik. In Deutschland zum Beispiel kommen 60 Prozent der geförderten Biomasseheizungen aus Österreich. Bis Chile und Südkorea sind österreichische Pelletsheizkessel im Einsatz. Selbst im englischen Königshaus heizt man mit österreichischer Technik. Die österreichischen Hersteller liefern vier von fünf Pelletskesseln ins Ausland. Die Branche für Biomasseheiztechnik erwirtschaftet jährlich einen Umsatz von einer Milliarde Euro und hat 5.000 heimische Arbeitsplätze geschaffen.