Heizölpreise

Heizölmarkt und Bildung der Heizölpreise

Der tägliche Verbrauch von Erdöl hat 2015 weltweit ein Ausmaß von 88 Million Fass angenommen. Dies entspricht der kaum vorstellbaren Menge von 13.990.000.000 Liter. Um diese Menge zu transportieren sind jeden Tag 44 Supertanker erforderlich. Für 2030 wird ein Verbrauch von 105 Millionen Fass prognostiziert. Der größte Verbraucher sind bekanntlich die USA mit einem Anteil von ca. 23 %. Dem gegenüber steht Saudi-Arabien als größter Erdölexporteuer mit einem Volumen von 16 %. Aus dieser Perspektive ist die Abhängigkeit der USA von Saudi-Arabien und somit die politische Verbindung einfach zu erkennen. Die USA brauchen das Öl der Saudis wie der Fisch das Wasser. China und Japan folgen beim Vebrauch mit ca. 11 % und ca. 6 % den USA. Europa liegt bei einem täglich Bedarf von 19 Millionen Fass Erdöl. Den größten Anteil davon benötigt Deutschland mit einem Volumen von 2.9 Millionen Fass. Frankreich folgt mit 2.2 Millionen Fass. Der zweitgrößte Erdölexporteur ist Russland mit ca. 14 % Marktanteil.        

Angebot und Nachfrage ist ein grundsätzlicher wirtschaftlicher Faktor welcher auch den Heizölpreis beeinflusst. Das Angebot beinhaltet die Menge an Öl welche dem Markt zur Verfügung steht. Dem gegenüber stehen die Nachfrage seitens von Unternehmen und Haushalte. Die Heizölpreise steigen wenn das Angebot z.B durch Drosselung der Fördermenge durch OPEC-Länder verknappt wird oder durch eine starke Wirtschaft eine besonders hohe Nachfrage besteht. Die Heizölpreise sinken hingegen wenn die Märkte, wie dies seit 2014 der Fall ist, aus verschiedenen Interessen mit Öl geflutet werden oder das globale Wirtschaftswachstum sich verlangsamt. Ein weiterer wesentlicher Einfluss auf den Ölpreis hat das Wetter auf der Nordhalbkugel, da dort der größte Teil der Energie verbraucht wird. Durch besonders kalte Winter steigt der Bedarf an Energie und somit die Nachfrage nach Heizöl stark. Der Heizölpreis wird, wie dies in der Vergangenheit oft der Fall war, besonders stark von geopolitischen Verwerfung beeinflusst. Oft wird der Ölpreis von den Förderländern bewusst beeinflusst um spezielle politische oder wirtschaftliche Interessen durchzusetzen.

Eine nicht zu unterschätzende Größe ist auch das Kaufverhalten der Unternehmen und Haushalte. Erfahrungen zeigen, dass viele Verbraucher erst an ihren Heizölvorrat denken, wenn der Winter näher rückt. Käufer, die zu diesem Zeitpunkt ihr Heizöl bestellen, müssen daher damit rechnen, einen höheren Preis zu zahlen. Heizölkunden die zu Ende der Heizperiode bestellen, können hingegen eventuell Geld sparen. Das Öl läuft viele Station durch bevor der tagesaktuelle Heizölpreis berechnen werden kann. Das Fördern von Rohöl aus der Ölquelle steht naturgemäß am Beginn des Prozesses. Anschließend wird das gewonnen Erdöl per Schiff oder mittels Pipeline zur Raffinerie transportiert. Für die Löschung der Öltanker ist Rotterdam in Europa der wichtigste Hafen. In den Raffinerien entstehen durch Destillation aus dem Rohöl Destillation verschiedene Produkte, so auch das Heizöl.

Neben den Kosten für die Förderung beinhaltet der Heizölpreis Transportkosten, Raffineriekosten, Vertriebskosten und Steuern. In Deutschland liegt der Anteil von Mineralöl- und Mehrwertsteuer bei etwa 30 % des Heizölpreises.

Klimaabkommen und die Auswirkungen auf den Heizölpreis

Das Klimaabkommen von Paris und die Umsetzung der vereinbarten Ziele wird die Heizölpreise zukünftig maßgeblich mitbeeinflussen. Die Staatengemeinschaft hat sich vom 30.11.2015 bis 12.12.2016 in Paris zur 21. UN-Klimakonferenz getroffen. Dieses Datum wird in die Geschichte des Klimaschutzes eingehen, denn erstmals wurde ein Klimagipfel von den meisten Politikern und Umweltverbänden als wirklicher Durchbruch in der Klimapolitik bewertet. Das von 195 Staaten beschlossene Abkommen ist völkerrechtlich bindend. Es drohen jedoch keine Strafen bei Missachtung der Vertragspunkte. Von der schönsten und friedlichsten aller Revolutionen, die von Paris ausgegangen sind, sprach Frankreichs Präsident François Hollande.

Den ausgehandelten Vertragstext zum Paris-Abkommen hatte der französische Außenminister und Konferenzleiter Laurent Fabius am 12. Dezember 2016 den Delegierten vorgelegt. Unter anderem beschloss die Versammlung ein Klimaabkommen, das die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst mit 1,5 °C, vorsieht. Damit dieses sehr ambitionierte Ziel überhaupt noch erreicht werden kann, muss die Welt die Nettotreibhausgasemissionen zwischen 2045 und 2060 auf Null zurückfahren. Damit haben sich die beteiligten Staaten zu einem starken Klimaschutz entschieden. Das Fenster zum Erreichen dieses Zieles wird sich schnell schließen.

Über die Auswirkungen und die möglichen Veränderungen, die dieses historische Klimaabkommen mit sich bringen werden, wurde viel geschrieben. Am 24.03.2016 wurde z.B bekannt, dass der Rockefeller Family Fund seine Anteile an dem Ölkonzern Exxon abstoßen wird. Grund für diesen Schritt sei die existenzielle Bedrohung, welcher sich die Menschheit und das natürliche Ökosystem durch den Klimawandel ausgesetzt sähen. "Es macht keinen Sinn - weder finanziell noch ethisch - weiter in diese Unternehmen zu investieren, während die globale Gemeinschaft die Abkehr von fossilen Brennstoffen vorantreibt.", so David Rockefeller. Die Stiftung wendet sich damit von den Ursprüngen des Reichtums der Rockefeller-Familie ab.

Entwicklung der Heizölpreise

In den folgenden Graphiken ist die langfristige Entwicklung der Heizölpreis in Österreich, in Deutschland und der Schweiz ersichtlich. Im Vergleich dazu werden der Gaspreis und der Pelletspreis auf monatlicher Basis ab dem 01.10.2009 dargestellt. Interessant ist auch die All-Time-Durchschnittslinie, welche die Differenz zwischen den Energiearten über einen langen Durchschnitt gerechnet deutlich ausdrückt.

Energiepreise Österreich

Quelle: pelletshome.com, propellets.at, e-control.at, iwo-austria.at
Basis Verbraucherpreise inkl. MwSt. und sonstige Kosten
Abnahmemenge: 3.000 l Heizöl, 33.540 kWh Gas, 6 t Pellets
Bezugsgröße: unterer Heizwert für Berechnung angenommen

© EH Energy Home AG, Stand März 2017

Energiepreise Deutschland

Quelle: pelletshome.com, pelletsmagazin.com, brennstoffspiegel.com
Basis Verbraucherpreise inkl. MwSt. und sonstige Kosten
Abnahmemenge: 3.000 l Heizöl, 33.540 kWh Gas, 6 t Pellets
Bezugsgröße: unterer Heizwert für Berechnung angenommen

© EH Energy Home AG, Stand März 2017

Energiepreise Schweiz

Quelle: pelletshome.com, Bundesamt für Statistik BFS
Basis Verbraucherpreise inkl. MwSt. und sonstige Kosten
Abnahmemenge: 3.000 l Heizöl, 33.540 kWh Gas, 6 t Pellets
Bezugsgröße: unterer Heizwert für Berechnung angenommen

© EH Energy Home AG, Stand März 2017

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