Umwelt & Klima
CO2-neutrales heizen mit Pellets
Holzpellets Pellets verbrennen CO2-neutral, das heißt, sie geben nur das CO2 ab, das tatsächlich während des Wachstums aufgenommen wird. Somit wirken Pellets dem Treibhauseffekt entgegen und leisten einen wertvollen Beitrag zur Schonung der Umwelt.
Was man von Heizöl und Erdgas nicht behaupten kann. So enthält z.B. 1 Liter Heizöl ca. 2,9 kg klimaschädigendes CO2. Der alljährliche Umweltschaden, welcher durch die Gewinnung und vor allem durch den Transport von Öl entsteht, ist enorm.
Wichtige Aspekte bei der Umweltverträglichkeit der Pelletsheizung sind die Herkunft des Rohstoffes, die Klimabilanz sowie die Schadstoffemissionen. Da Pellets aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz bestehen, ist ihre Klimabilanz weitaus günstiger als die von Heizanlagen mit fossilen Brennstoffen. Die Feinstaubemissionen moderner Pelletheizungen liegen zwar über den vergleichbarer Öl- oder Gasheizungen, jedoch weit unter den gültigen Grenzwerten.
Der Ersatz alter Heizanlagen durch moderne Pelletheizungen führt zu einer erheblichen Reduktion von Luftschadstoffen. Beim Ersatz eines alten Festbrennstoffkessels, der mit Holz oder Kohle betrieben wurde, sinken die Emissionen beim Einbau einer Pelletsheizung um beachtliche 95%!
Schwefeldioxid SO2
Laut einer Studie von GEMIS (Globale Emissions-Modell Integrierter Systeme, www.gemis.de) beträgt die Freisetzung von SO2 über den gesamten Lebenszyklus von Pellets aus der Verwertung von Restholz etwa 0,53 g/kWh. Bei Heizöl, unter Verwendung einer Brennwerttechnik liegt der Wert bei 0,73 g/kWh und bei Erdgas 0,18 g/kWh. Pellets, produziert unter den Anforderungen der gültigen Norm DIN plus oder ÖNORM M 7135, haben einen Schwefelgehalt von maximal 0,04 Gew-%.
Kohlenstoffdioxid CO2
Die Menge an CO2, welche bei der Verbrennung von Pellets freigesetzt wird, entspricht genau der Menge CO2, die beim Verrotten des Holzes auftreten würde. Somit ist aus dieser Betrachtung die Verbrennung von Pellets CO2 neutral. Unter Mitberücksichtigung der Freisetzung von CO2 durch den Transport von Rohholz, der Bewirtschaftung des Waldes, der Aufbereitung, den Transport und der Anlagenerstellung, ist die Ökobilanz hinsichtlich CO2 nicht ganz ausgeglichen. Das GEMIS weist für den gesamten Lebenszyklus von Pellets, inkl. Vorleistung von Material und Transport, einen Aufwand von nicht-erneuerbaren Energien von etwa 13% der Nutzenergie aus. Das gesamte freigesetzte CO2-Äquivalent wird mit 35g/kWh angegeben. Der Vergleichswert von fossilen Brennstoffen liegt um etwa 8 bis 10mal höher! Heizöl (Einsatz von Brennwerttechnik) liegt bei beachtlichen 346 g/kWh und Erdgas liegt bei 297 g/kWh.
Feinstaub:
Bei modernen Pelletheizungen liegt die Emission von Feinstaub bei ca. 8 mg pro MJ Wärmemenge, entsprechend 29 mg/kWh. Es gibt mittlerweile Pelletheizungen, welche durch optimierte Verbrennung die vorgeschriebenen Emissionswerte unterschreiten und auch in Bereichen installiert werden dürfen, wo höhere Anforderungen gelten. Solche Heizungen arbeiten mit Brennwerttechnik und haben ein relativ staub- und rußarmes Abgas (ca. 4 mg Feinstaub pro MJ). Die Feinstaubemission liegt bei Einzelöfen (offener Kamin, Kachelofen) im Vergleichswert bei ca. 150 mg/MJ und bei Stückholzkesseln bei ca. 90 mg/MJ.