Pelletsbranche wünscht CO2-Bepreisung

03/04/2019 | : Joachim Berner

Für eine CO2-Bepreisung für Energieträger hat sich mehrheitlich die Mitgliederversammlung des Deutschen Energieholz- und Pelletverbands (DEPV) ausgesprochen.

Wärmewende braucht CO2-Bepreisung

Im öffentlichen Teil seiner Mitgliederversammlung am 22. März 2019 in Berlin hatte der DEPV das Thema CO2-Bepreisung zur Diskussion gestellt. Mit dem Verband diskutierten Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (Foto links), CSU-Bundestagsabgeordneter Andreas Lenz (zweiter von links), Vorsitzender des parlamentarischen Beirats für Nachhaltigkeit sowie Oswald Wilhelm, Präsident des Zentralen Innungsverbandes des Deutschen Schornsteinfegerhandwerks (zweiter von links) mit dem DEPV-Vorsitzenden Helmut Schellinger (rechts) über die stärkere Verankerung der Wärmewende in der Öffentlichkeit. Fast alle Diskutanten und Zuhörer waren sich einig, dass die CO2-Bepreisung eine Möglichkeit sei, die Energiewende marktwirtschaftlich und sozialverträglich am Wärmemarkt umzusetzen. Lediglich Bundestagsabgeordneter Lenz äußerte, der Ansatz erscheine zwar grundsätzlich logisch, jedoch sei die Praxistauglichkeit verschiedener Modelle vorab zu testen. Wie aus den Wortbeiträgen zu hören war, geht das der Branche nicht schnell genug.

Pelletsbranche bereit für die Wärmewende

Mit annähernd 70 Besuchern bezeichnet der DEPV seine diesjährige Mitgliederversammlung als ein erfolgreiches Netzwerktreffen. Erstmals konnte er nahezu alle Kesselhersteller der Holzenergiebranche als Mitglieder begrüßen. Schellinger wertete das als Beweis für den Zusammenhalt der Branche in Zeiten eines wenig erfreulichen Marktes sowie als Beleg für die qualifizierte Facharbeit im Verband. Neben Produzenten und Händlern sind nun 20 Hersteller von Heizkesseln und Kaminöfen im DEPV organisiert. Die Branche sieht sich mit einem ausgereiften Konzept, das hochwertige Energieträger und innovative Feuerungstechnik vereint, für die dezentrale, regionale Energiewende am Wärmemarkt parat stehen. “Die Politik wäre gut beraten, wenn sie stärker auf diese moderne Form der heimischen Holzenergie setzen würde”, sagte Schellinger. Mit niedrigen Betriebskosten und einem hohen Einsparpotenzial an Klimagasen würden Pellets nicht für Kosten bei der CO2-Vermeidung, sondern für Gewinne stehen.

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