Herstellerkennwerte: Energiebedarf von Pelletsheizungen korrekt berechnen

Mittwoch, 24. Oktober 2018 | Autor: Joachim Berner

Energiebedarf von Pelletsheizungen berechnen Energiebedarf von Pelletsheizungen berechnen Seine Listen mit Herstellerkennwerten, mit denen sich der Energiebedarf von Pelletsheizungen richtig ermitteln lässt, hat der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) aktualisiert. Sie bieten Energieberatern, Heizungsbauern und Planern eine praktische Hilfe bei der Auslegung der umweltfreundlichen Wärmeerzeuger.

Energiebedarf von Pelletsheizungen korrekt berechnen

Wer den Energiebedarf von Pelletsheizungen mit der DIN V 4701-10 oder der DIN V 18599 ermitteln will, rechnet nicht korrekt. Grund: Die zum Teil veralteten Normen benachteiligen Holzheizungen mit nicht mehr aktuellen Standardangaben. Richtig rechnet, wer auf die DEPV-Listen mit Herstellerkennwerten zurückgreift. In den aktualisierten Versionen hat der DEPV die Kessel der Hersteller ETA, Fröling, Hargassner, Paradigma und Windhager neu aufgenommen und Werte des Herstellers Ökofen ergänzt. Damit enthalten die Listen nun Angaben von etwa 400 Pelletskesseln und wasserführenden Pelletskaminöfen 17 verschiedener Hersteller.

Mit Herstellerkennwerten den Energiebedarf von Pelletsheizungen rechnen

“Besonders bei Berechnungen nach der veralteten DIN V 4701-10 empfiehlt sich für eine realistische Abschätzung des Heizenergiebedarfs die Berechnung mit Herstellerkennwerten“, schreibt der DEPV in einer aktuellen Presseinformation. Das Rechnen mit Standardkennwerten der Norm können zu einer erheblichen Überschätzung des Energiebedarfs von Pelletsfeuerungen führen. So sehe der Standardwert einen Wirkungsgrad von 80 Prozent vor, während moderne Kessel mit mehr als 90 Prozent Wirkungsgrad heizen. Außerdem werde besonders bei großen Kesseln der leistungsabhängige elektrische Hilfsenergiebedarf deutlich zu hoch angesetzt. “Standardwerte sollten daher nur verwendet werden, wenn keine Herstellerwerte vorliegen”, empfiehlt der DEPV.

DEPI informiert über Energiebedarf von Pelletsheizungen

Das Deutsche Pelletinstitut hat sein Informationsblatt, wie sich der Energiebedarf von Pelletsheizungen berechnen lässt, ebenfalls aktualisiert. Es erläutert den Hintergrund der Arbeit mit den Energiekennwerten und zeigt die starke Abweichung der Standardwerte nach DIN V 4701-10. Außerdem beschreibt es, wie vorzugehen ist, wenn im konkreten Anwendungsfall nicht mit Werten einer bestimmten Anlage gerechnet werden kann. Zudem weist es auf die im September 2018 neu in die DIN V 18599 aufgenommenen Standardwerte für den Wirkungsgrad von Pelletsbrennwertkesseln hin. Das Infoblatt können Sie hier herunterladen. Zudem stellt das DEPI eine Übersicht bereit, welche Programme für Energiebedarfsrechnungen nach DIN V 4701-10 verfügbar sind. Sie informiert über Programme, die die Eingabe der Herstellerkennwerte ermöglichen beziehungsweise ob Herstellerkennwerte bereitgestellt werden und auf ihren Nutzen hingewiesen wird.

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