Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wird zum 1. September 2010 die Förderung ihres Programms “Energieeffizient Sanieren” senken. Als Grund gibt die Bankengruppe die erheblich gestiegene Nachfrage nach den knappen Fördermitteln an. Der Verband der deutschen Heizungsindustrie BDH befürchtet, dass die unsteten Förderkonditionen Markt und Investoren verunsichern. “Damit Förderprogramme nachhaltig wirken können, brauchen wir mehr Verlässlichkeit”, sagt BDH-Geschäftsführer Andreas Lücke.
Standen der KfW im vergangenen Jahr noch 2,02 Milliarden Euro zur Verfügung, sind es im laufenden Jahr 1,35 Milliarden Euro. 2011 werden es nur noch 437 Millionen Euro sein. “Derart reduzierte Programme werden kaum noch Schlagkraft haben”, ist Andreas Lücke überzeugt. Ohne Anreize für private Investoren, ihre Häuser zu modernisieren, würden sich die Klimaschutzziele der Bundesregierung nur schwer erreichen lassen.
Bei der aktuellen Programm-Anpassung setzt die KfW auf verschiedene Maßnahmen. Im erfolgreichen Programm “Energieeffizient Sanieren” wird sie die Förderung von Einzelmaßnahmen wie Dämmung, Heizungserneuerung oder Fensteraustausch einstellen beziehungsweise auf das Programm “Wohnraum Modernisieren” verlagern. Nicht mehr fördern wird sie Maßnahmen zur Optimierung der Wärmeverteilung sowie zum Austausch von Nachtspeicheröfen.
Weitere Informationen: www.kfw-foerderbank.de
Schlagworte: BDH, Energieeffizient Sanieren, Kreditanstalt für Wiederaufbau