Deutsche Heizungsbauer kritisieren Energiekonzept der Bundesregierung

Freitag, 17. September 2010 | Autor: Claudia Hilgers

Das von der deutschen Bundesregierung vorgeschlagene Energiekonzept richtet sich nach Ansicht des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) unter dem Motto „Mehr Strom als Wärme“ zu einseitig auf den Strommarkt aus und vernachlässigt den weiteren Ausbau des erneuerbaren Wärmemarkts. In einer aktuellen Stellungnahme zum Energiekonzept kritisiert der Verband mit 50.000 Mitgliedern aus SHK-Betrieben das Energiekonzept und macht gleichzeitig Verbesserungsvorschläge. „Das Energiekonzept zeigt mit dem Zeitfenster 2020 bis 2050 eine sehr weitreichende Perspektive auf. Uns aber geht es darum, jetzt zu handeln. Neben langfristigen Planungen sollten viel stärker die kurzfristig möglichen Effizienzmaßnahmen bis 2020 berücksichtigt werden“, sagt Manfred Stather, Präsident des Zentralverbandes.

Das Heizungshandwerk ist mit den Aussagen unzufrieden, dass die Regierung das Dämmen von Gebäuden besser fördern will als das Modernisieren von Heizungsanlagen. Der ZVHSK verweist in seiner Stellungnahme darauf hin, dass der Austausch einer alten Heizung gegen ein moderne gegenüber umfangreichen Dämmmaßnahmen „oftmals weniger kostenintensiv“ sei und sich schneller amortisiere sowie deutlich den CO2-Ausstoss reduziere.

Kritik übte der Verband auch an der unsteten Förderpolitik für erneuerbare Wärme. Präsident Stather apelliert an die Politik, der mittelständisch geprägten Heizungsbranche in Deutschland eine ähnliche Planungssicherheit einzuräumen, wie den vier Energiekonzernen. „Gemessen an der Verständigung über die längeren Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke, ist es nur gerecht, wenn die Politik den Akteuren, Investoren und Kunden im Wärmemarkt bei den Bedingungen der Förderprogramme ähnlich verlässliche Rahmenbedingungen verschafft.“

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